Merkel-Hoffnung verpufft: Anleger wenden sich von Deutschland ab Frankfurt, 2. April 2026 Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete vor anderthalb Jahren einen Investitionsboom, doch nun verlieren Anleger das Vertrauen in heimische Werte, wie aktuelle Analysen zeigen. Nur wenige Analysten unterstützen die These, dass deutsche Aktien mit hohem Inlandsumsatz in den nächsten fünf bis zehn Jahren attraktiver sein könnten als breit diversifizierte Anlagen wie der MSCI World oder der S&P 500. Dies geht aus mehreren Quellen hervor, die eine geringe Zuversicht in die langfristige Performance deutscher Unternehmen signalisieren. Trotz eines Rekordhochs des DAX von über 25.000 Punkten zu Beginn des Jahres 2026 – begünstigt durch politische Rückenwinde für bestimmte Branchen – dominieren kurzfristige und spekulative Geschäfte. Aktien wie Lanxess, BASF, Tui und Lufthansa finden sich zwar weiterhin auf den Listen der meistgehandelten Werte, jedoch meist im Zusammenhang mit solchen Spekulationen. Die Enttäuschung unter Investoren wächst, da die einstigen Hoffnungen auf eine nachhaltige Stärkung des deutschen Marktes nicht erfüllt wurden. Unternehmen wie Siemens Energy, Rheinmetall und SAP bleiben zwar im Fokus, doch das Interesse konzentriert sich zunehmend auf internationale Alternativen. HINTERGRUND: Vor anderthalb Jahren erlebte der deutsche Aktienmarkt einen deutlichen Aufschwung, angetrieben von politischen und wirtschaftlichen Erwartungen. Die aktuelle Entwicklung deutet jedoch auf eine Trendwende hin, die Anleger verunsichert.