Eine aktuelle Analyse klinischer Studien zeigt, dass die neuesten Alzheimer-Medikamente Lecanemab und Donanemab für Patienten kaum klinisch relevante Vorteile bieten, jedoch mit erheblichen Risiken verbunden sind. Die Untersuchung, die Daten von über 20.000 Patienten auswertete, wurde vom IRCCS Institut für Neurologische Wissenschaften in Bologna durchgeführt.

Hintergrund der Studie

Das Forschungsteam um Francesco Nonino analysierte 17 klinische Studien der Pharma-Hersteller, die sich mit den Wirkungen der Alzheimer-Medikamente Lecanemab und Donanemab befassten. Die Studien umfassten Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Medikamente trotz statistisch signifikanter Ergebnisse in früheren Untersuchungen keine klinisch relevante Wirkung zeigen.

"Leider deuten die Erkenntnisse darauf hin, dass diese Medikamente für die Patienten keinen nennenswerten Unterschied bewirken", erklärt Francesco Nonino, Hauptautor der Studie. Die Analyse zeigt, dass die potenziellen Nebenwirkungen die begrenzten Vorteile überwiegen könnten.

Risiken und Nebenwirkungen