Marie Kreutzer konkurriert mit "Gentle Monster" um die Goldene Palme in Cannes Graz, 9. April 2026

Die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer stellt ihren neuen Film "Gentle Monster" im Wettbewerb des diesjährigen Filmfestivals von Cannes vor.

## Hintergrund der Regisseurin Marie Kreutzer, geboren 1977 in Graz, zählt zu den bedeutendsten Filmemacherinnen Österreichs. Ihr Durchbruch gelang ihr mit dem Film "Corsage", der 2022 in der Sektion "Un Certain Regard" des Cannes Film Festivals seine Weltpremiere feierte. Kreutzer arbeitet häufig mit internationalen Stars zusammen und setzt sich in ihren Werken mit komplexen zwischenmenschlichen Dynamiken auseinander.

Ihr neuestes Projekt, "Gentle Monster", erzählt die Geschichte zweier Frauen, die ihr Leben Männern mit dunklen Seiten widmen. Die Handlung verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und Abhängigkeiten. Kreutzer konnte für diese Produktion die französischen Filmstars Léa Seydoux und Catherine Deneuve gewinnen, was die internationale Ausrichtung des Films unterstreicht.

## Österreichische Präsenz in Cannes Neben Kreutzer ist auch die österreichische Regisseurin Sandra Wollner mit ihrem Film "Everytime" in der Sektion "Un Certain Regard" vertreten. Wollners Werk beschäftigt sich mit dem Thema Trauerbewältigung und setzt damit einen emotionalen Kontrapunkt zu Kreutzers "Gentle Monster". Die Doppelpräsenz österreichischer Filme in Cannes unterstreicht die Bedeutung des Landes im internationalen Kino.

Die APA berichtet, dass sowohl Kreutzer als auch Wollner bereits in der Vergangenheit mit ihren Arbeiten Aufmerksamkeit erregten. Während Kreutzer vor allem für ihre charakterstarken Frauenfiguren bekannt ist, fokussiert sich Wollner oft auf psychologische Tiefen und experimentelle Erzählformen. Die beiden Regisseurinnen repräsentieren damit unterschiedliche, aber gleichgewichtige Strömungen des österreichischen Filmschaffens.

Die genauen Termine für die Vorstellungen der Filme in Cannes stehen noch nicht fest, doch die Ankündigung der Teilnahme hat bereits jetzt für große mediale Resonanz gesorgt. Insbesondere die Zusammenarbeit Kreutzers mit Deneuve und Seydoux wird als künstlerischer Coup gewertet. Die Goldene Palme bleibt das erklärte Ziel, doch allein die Nominierung gilt bereits als prestigeträchtige Auszeichnung.