Die regierende Labour-Partei unter Premierminister Robert Abela hat die vorgezogene Parlamentswahl auf Malta gewonnen und kann damit eine historische vierte Amtszeit in Folge antreten.
Premierminister Robert Abela erklärte seine Partei am Sonntagmorgen auf Basis erster Auszählungsergebnisse zur Siegerin, noch bevor das offizielle Endergebnis vorlag. „Wir haben Geschichte geschrieben, indem wir zum vierten Mal in Folge gewonnen haben“, sagte der 48-Jährige vor jubelnden Anhängern im Auszählungszentrum in Naxxar.
Opposition räumt Niederlage ein
Der Vorsitzende der oppositionellen Nationalistischen Partei, Alex Borg, räumte die Niederlage noch am Sonntag ein. In einer Videobotschaft erklärte der 30-Jährige, er habe Abela angerufen, um ihm zum Sieg zu gratulieren. „Das Volk hat gesprochen, und wir müssen seinen Willen respektieren“, sagte Borg. Dies sei nicht das Ergebnis, das er sich gewünscht habe, aber niemand solle es bereuen, für seine Partei gestimmt zu haben.
Auch Charles Bonello, Generalsekretär der Nationalistischen Partei, gestand die Wahlniederlage im öffentlich-rechtlichen Sender TVM ein. Er betonte jedoch, dass es seiner Partei gelungen sei, den Vorsprung der Labour-Partei deutlich zu verringern. Erste Auszählungsergebnisse deuteten darauf hin, dass der Sieg der Labour-Partei nicht so groß ausfiel wie bei der Wahl 2022, als sie 55 Prozent der Stimmen errungen hatte.
Die Wahlbeteiligung lag bei 87,4 Prozent und damit leicht höher als bei der vorangegangenen Parlamentswahl vor vier Jahren. Mehr als 300.000 Menschen waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahllokale schlossen am Samstag um 22:00 Uhr, die Auszählung begann am Sonntagmorgen, nachdem die Stimmzettel über Nacht in das zentrale Auszählungszentrum in Naxxar gebracht worden waren.