Luigi Pantisano, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken, hat seine Bewerbung für den Parteivorsitz bekannt gegeben und tritt damit die Nachfolge des gesundheitlich angeschlagenen Jan van Aken an.

## Hintergrund Die Linke steht vor einer wichtigen personellen Weichenstellung: Jan van Aken, der seit Ende 2024 gemeinsam mit Ines Schwerdtner den Parteivorsitz innehatte, hatte seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen erklärt. Beide waren im Oktober 2024 als Doppelspitze gewählt worden und hatten die Partei durch eine Phase der Erneuerung geführt.

Pantisanos Kandidatur markiert einen neuen Abschnitt in der Entwicklung der Partei, die bei der Bundestagswahl 2025 mit 8,8 Prozent der Stimmen erneut ins Parlament einzog. Die Linke hat in den letzten Jahren einen Mitgliederzuwachs verzeichnet – mehr als 70.000 Menschen seien neu eingetreten, wie Pantisano in seinem Bewerbungsschreiben hervorhob.

## Pantisanos Werdegang Der 46-jährige Pantisano, dessen Eltern 1979 aus Italien nach Deutschland kamen, um ihren vier Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, hat sich innerhalb der Partei schnell einen Namen gemacht. Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender hat er sich insbesondere in der Region Stuttgart engagiert und gilt als Brückenbauer zwischen verschiedenen Flügeln der Partei.

In seiner Bewerbung betonte er die Erfolge der aktuellen Führung: «Die Linke hat sich mit Jan und Ines erneuert und stabilisiert.» Diese Aussage unterstreicht seine Absicht, die bisherige Linie der Partei fortzuführen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen.

## Reaktionen und Ausblick Die Bewerbung Pantisanos wird innerhalb der Partei mit Spannung erwartet. Als erfahrener Politiker und Fraktionsvize bringt er die nötige Erfahrung mit, um die Linke durch die kommenden Herausforderungen zu führen. Seine biografischen Wurzeln und sein Engagement für soziale Gerechtigkeit könnten ihm zusätzliche Sympathien einbringen.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Pantisano die notwendige Unterstützung erhält, um die Doppelspitze mit Ines Schwerdtner zu bilden. Die Mitglieder der Linken stehen vor einer entscheidenden Wahl, die die Zukunft der Partei maßgeblich prägen wird.