Ein 48-stündiger Streik der Lufthansa-Piloten hat zu zahlreichen Flugausfällen an den großen deutschen Flughäfen geführt, während die Auswirkungen auf Österreich begrenzt bleiben.

## Flugausfälle an deutschen Drehkreuzen An den größeren Flughäfen in Deutschland wurden am 13. April 2026 mehrere Flüge von und nach Frankfurt sowie München gestrichen, wie mehrere Flughäfen bestätigten. Der Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) begann um Mitternacht und betrifft vor allem die Kernmarke Deutsche Lufthansa sowie deren Tochterunternehmen wie Lufthansa Cargo und Cityline.

Die Auswirkungen auf den Flugbetrieb sind spürbar, da Frankfurt und München die wichtigsten Drehkreuze der Lufthansa-Gruppe sind. Passagiere wurden aufgefordert, den Status ihrer Flüge vor Reiseantritt zu überprüfen. Die genaue Zahl der betroffenen Flüge wurde nicht genannt, doch die Streichungen dürften sich auf Hunderte Verbindungen auswirken.

## Eurowings und AUA weniger betroffen Während die Lufthansa-Hauptmarke stark vom Streik betroffen ist, zeigt sich die Lage bei Tochterunternehmen wie Eurowings und der österreichischen AUA entspannter. Eurowings ging zuletzt davon aus, "einen großen Teil" des Flugprogramms durchführen zu können.

Die AUA, die ebenfalls zur Lufthansa-Gruppe gehört, meldete bisher keine größeren Störungen. Dies deutet darauf hin, dass der Streik vor allem auf die deutschen Standorte der Airline konzentriert ist. Dennoch könnten sich indirekte Auswirkungen ergeben, wenn Umsteigeverbindungen über Frankfurt oder München betroffen sind.

## Hintergrund des Arbeitskampfes Der Streik ist Teil einer längeren Auseinandersetzung zwischen der Pilotengewerkschaft VC und der Lufthansa-Führung. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen für die Piloten. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es Warnstreiks gegeben, doch diesmal handelt es sich um einen längeren Ausstand.

Die Lufthansa hatte zuletzt versucht, eine Einigung zu erzielen, doch die Verhandlungen blieben ohne Ergebnis. Die VC argumentiert, dass die Piloten während der Pandemie erhebliche Zugeständnisse gemacht hätten und nun eine angemessene Beteiligung am wirtschaftlichen Aufschwung verlangen. Die Airline verweist hingegen auf die hohen Betriebskosten und die Notwendigkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben.

## Reaktionen und nächste Schritte Bisher gibt es keine Anzeichen für eine baldige Beilegung des Konflikts. Die Gewerkschaft hat signalisiert, dass weitere Streiks möglich sind, falls die Forderungen nicht erfüllt werden. Die Lufthansa ihrerseits hat angekündigt, alternative Lösungen für betroffene Passagiere zu suchen, einschließlich Umbuchungen auf Partnerairlines.

Passagiere, die in den kommenden Tagen reisen möchten, sollten sich auf mögliche Verzögerungen einstellen und frühzeitig über den Status ihrer Flüge informieren. Die nächsten Tage werden zeigen, ob sich die Fronten zwischen Gewerkschaft und Management lockern oder der Arbeitskampf weiter eskalieren wird.