Lufthansa-Kabinenpersonal tritt in Streik – über 520 Flüge gestrichen Frankfurt am Main, 10. April 2026
Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist am frühen Morgen des 10. April 2026 in einen Streik getreten, wie ein Sprecher der Gewerkschaft UFO bestätigte. Rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sind aufgefordert, bis 22:00 Uhr die Arbeit niederzulegen.
## Ausmaß der Streikfolgen Die Lufthansa hat bereits Hunderte von Flügen vorsorglich gestrichen, da der Ausstand massive Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben wird. Nach Schätzungen werden mehr als 520 Flüge der deutschen Fluggesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ausfallen. Auch die regionale Tochter Lufthansa Cityline ist von den Streikmaßnahmen betroffen.
Internationale Schwestergesellschaften wie Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Air Dolomiti und ITA Airways versuchen, den Ausfall durch zusätzliche Frequenzen und den Einsatz größerer Flugzeuge auf Strecken nach und von Deutschland abzufedern. Austrian Airlines setzt beispielsweise größere Maschinen auf den Verbindungen nach München und Frankfurt ein, wie das Unternehmen mitteilte. Der Flugplan der AUA bleibt jedoch unberührt.
## Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen Die Gewerkschaft UFO wirft dem Arbeitgeber vor, die Arbeitsbedingungen für etwa 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nicht ausreichend verbessert zu haben. Zudem kritisiert sie die mangelnden Fortschritte beim Sozialplan für rund 800 Beschäftigte der Lufthansa Cityline.
Dies ist bereits der dritte große Streik bei der Lufthansa in diesem Jahr, nachdem zuvor bereits Piloten zweimal die Arbeit niedergelegt hatten. Die Gewerkschaft zeigt sich entschlossen, ihre Forderungen durchzusetzen, während die Fluggesellschaft mit Gegenmaßnahmen reagiert hat.
Die genauen Auswirkungen auf Passagiere sind noch nicht vollständig absehbar, doch rechnet die Lufthansa mit erheblichen Beeinträchtigungen. Reisende werden aufgefordert, sich vorab über den Status ihrer Flüge zu informieren und alternative Verbindungen in Betracht zu ziehen.
## Reaktionen und nächste Schritte Die Lufthansa hat bereits damit begonnen, betroffene Passagiere umzubuchen oder alternative Reisemöglichkeiten anzubieten. Dennoch dürfte der Streik zu erheblichen Verzögerungen und Unannehmlichkeiten führen, insbesondere auf den stark frequentierten Inlands- und Europaverbindungen.
Die UFO-Gewerkschaft hat bisher keine weiteren Streikaktionen angekündigt, betont jedoch, dass weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen seien, sollte sich die Lufthansa nicht zu Zugeständnissen bereit erklären. Die Verhandlungen zwischen den Parteien bleiben vorerst festgefahren, während die Auswirkungen des aktuellen Streiks den Druck auf beide Seiten erhöhen dürften.
Für die Passagiere bedeutet der Ausstand vor allem Unsicherheit, da viele Flüge kurzfristig gestrichen oder umgebucht werden müssen. Die Lufthansa appelliert an die Geduld der Reisenden und verspricht, alle betroffenen Kunden so schnell wie möglich zu informieren.
