Lufthansa-Flugbegleiter streiken am Freitag – Cityline-Personal beteiligt sich Frankfurt am Main, 8. April 2026 Flugbegleiter der Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaft Cityline treten am Freitag in einen ganztägigen Streik, der alle Flüge von Frankfurt und München zwischen 00:01 und 22:00 Uhr betreffen wird.

Streikausweitung und Forderungen

Die Gewerkschaft UFO (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat den Arbeitskampf nach gescheiterten Tarifverhandlungen ausgerufen. Neben den rund 19.000 Lufthansa-Flugbegleitern beteiligen sich auch etwa 800 Mitarbeiter der Lufthansa Cityline an dem Ausstand, der an neun deutschen Flughäfen stattfinden wird. Die UFO fordert unter anderem bessere Einsatzplanung und längere Vorankündigungsfristen für Dienstpläne.

Joachim Vázquez Bürger, Vorsitzender der UFO, machte die Lufthansa für die Eskalation verantwortlich: *„Diese Situation wäre vermeidbar gewesen - die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bisher nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“* Er kündigte weitere Schritte an, falls sich die Arbeitgeberseite nicht bewege: *„Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir sie dazu bewegen.“*

Hintergrund und Auswirkungen

Der Streik folgt auf eine Urabstimmung, bei der sich die Mehrheit der Beschäftigten für den Arbeitskampf aussprach. Die Lufthansa hatte zuletzt angekündigt, ihre Tochtergesellschaft Cityline zu schließen, was die betroffenen 800 Mitarbeiter zusätzlich mobilisierte.

Die Auswirkungen auf den Flugbetrieb dürften erheblich sein, da die Streikzeit den gesamten Freitag abdeckt. Passagiere mit Flügen von Frankfurt oder München wurden aufgefordert, sich über mögliche Ausfälle oder Verspätungen zu informieren. Die Lufthansa selbst hat bisher keine Stellungnahme zu den konkreten Auswirkungen auf den Flugplan abgegeben.

Die UFO betonte, dass der Streik erst nach monatelangen vergeblichen Verhandlungsbemühungen beschlossen wurde. Die Gewerkschaft wirft der Lufthansa vor, keine ernsthaften Angebote vorgelegt zu haben, die die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter verbessern würden.

Reaktionen und nächste Schritte

Die Gewerkschaft signalisierte Bereitschaft zu weiteren Gesprächen, machte aber klar, dass der Druck aufrecht erhalten wird, bis substantielle Zugeständnisse vorliegen. Sollte die Lufthansa nicht nachgeben, könnten weitere Streikmaßnahmen folgen.

Für die Passagiere bedeutet der Ausstand erhebliche Unannehmlichkeiten, insbesondere da der Streiktag in die beginnende Osterreisezeit fällt. Die Lufthansa steht unter Druck, schnell eine Lösung zu finden, um weitere betriebliche und finanzielle Schäden abzuwenden.

Die UFO kündigte an, die nächsten Schritte von der Reaktion der Lufthansa abhängig zu machen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte der Arbeitskampf ausgeweitet werden. Die Gewerkschaft fordert die Fluggesellschaft auf, endlich verhandlungsfähige Vorschläge vorzulegen, um eine Eskalation zu vermeiden.