Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland werden bald die Kosten für bestimmte Medikamente zur Behandlung von Long Covid übernehmen.

Hintergrund

Long Covid betrifft Tausende von Menschen in Deutschland, die auch Monate nach einer überstandenen Corona-Infektion unter anhaltenden Symptomen leiden. Die genauen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten sind noch nicht vollständig erforscht, was die Versorgung der Betroffenen erschwert.

Das Robert Koch-Institut und andere Gesundheitsorganisationen haben wiederholt auf die Notwendigkeit einer besseren medizinischen Versorgung für Long-Covid-Patienten hingewiesen. Die Entscheidung der Krankenkassen, nun bestimmte Medikamente zu übernehmen, markiert einen wichtigen Schritt in der Anerkennung der Erkrankung.

Reaktionen

Die Ankündigung stößt auf breite Zustimmung unter Experten und Betroffenen. Korinna Hennig, eine bekannte Medizinjournalistin, begrüßte die Entscheidung als „überfälligen Schritt“. Sie betonte, dass viele Patienten bisher auf eigene Kosten behandelt werden mussten, was für einige eine erhebliche finanzielle Belastung darstellte.

Auch Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), äußerte sich positiv zu der Entwicklung. Er wies darauf hin, dass die Entscheidung auf sorgfältigen Prüfungen beruhe und die betroffenen Patienten entlasten solle.