Ein 51-jähriger Mann ist am Mittwoch wegen Mordes an einer 82-jährigen Bewohnerin einer Senioren-Residenz in Wien-Döbling zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Psychiatrisches Gutachten
Das Landesgericht Wien sprach den Angeklagten am 13. August 2026 schuldig, die Frau am 28. August 2024 in deren Zimmer in der Senioren-Residenz getötet zu haben. Die Leiche war laut Anklage einen Tag später von Pflegekräften entdeckt worden, die Hinweise auf ein Tötungsdelikt fanden. Die Staatsanwaltschaft hatte auf Mord plädiert, die Verteidigung auf Freispruch.
Der psychiatrische Sachverständige Peter Hofmann erklärte vor Gericht, der Mann sei zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen, leide aber an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstisch-manipulativen Anteilen und leichter emotionaler Instabilität. Hofmann bezeichnete den Verurteilten wörtlich als „Er ist ein gefährlicher Mensch“. Wegen der diagnostizierten Störung sei eine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nicht ausgeschlossen, so der Gutachter.
