Der österreichische Fußballmeister LASK hat den 18-jährigen belgischen Innenverteidiger Manoel Verhaeghe vom belgischen Zweitligisten RWDM Brüssel verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet.

Der 1,87 Meter große Innenverteidiger wechselt nach Angaben des Vereins vom Donnerstag vom belgischen Zweitligisten RWDM Brüssel nach Oberösterreich. Bei den Linzern erhält der 18-Jährige einen bis 2030 gültigen Kontrakt. Über die finanziellen Details des Transfers wurde zunächst nichts bekannt.

Verhaeghe war bei RWDM Brüssel, der bis Sommer 2025 unter dem Namen Racing White Daring Molenbeek antrat, ab der neunten Runde Stammspieler in der Innenverteidigung und übernahm in einer Partie sogar die Kapitänsbinde. Der Klub spielt in der zweiten belgischen Liga und gilt als klassische Ausbildungsstation für junge Talente.

Stammspieler in Belgien und Doppelpass

International bringt der Neuzugang eine ungewöhnliche Doppelnationalmannschaftserfahrung mit. Im März debütierte Verhaeghe für die U19-Auswahl Belgiens, anschließend wechselte er seinen Pass und lief im Mai für das U23-Team der Demokratischen Republik Kongo auf, die als WM-Teilnehmer über eine A-Nationalmannschaft mit internationaler Erfahrung verfügt.

Der LASK sieht in ihm eine langfristige Verstärkung für die Defensive. In einer Aussendung des Vereins heißt es: "Wir freuen uns, mit Manoel Verhaeghe einen modernen Innenverteidiger für uns gewonnen zu haben, der über gute Qualitäten am Ball verfügt und viel Durchsetzungskraft mitbringt." Man wolle dem jungen Spieler bewusst Zeit geben, betonte der Klub weiter.

Verein und Trainer geben sich geduldig

Der Trainerstab formulierte die Erwartungshaltung ähnlich zurückhaltend. "Manoel ist ein junger Perspektivspieler, dem wir die nötige Zeit geben werden, um sich bestmöglich in die Mannschaft zu integrieren", wurde der Trainer in der Vereinsmitteilung zitiert. Die Formulierung deutet darauf hin, dass der Teenager nicht sofort als Starter eingeplant ist.

Der Transfer fügt sich in die Kaderplanung der Linzer für die kommende Saison ein. Beim LASK stehen in den kommenden Wochen neben der Vorbereitung auf den Pflichtspielstart auch personelle Entscheidungen im Defensivbereich an. Mit dem jungen Belgier erhält das Team zusätzliche Optionen für die Zentrale.

Baustein in der Nachwuchsstrategie

Verhaeghe ist nach den Abgängen anderer junger Kräfte ein weiterer Baustein in der Nachwuchsstrategie der Oberösterreicher. In den vergangenen Monaten hatte der Verein bereits mehrere Spieler ausgebildet und wieder abgegeben, etwa Ismaila Coulibaly, der nach Belgien wechselte. Der neue Innenverteidiger soll hingegen langfristig in Linz bleiben.

Sportlich bringt der 18-Jährige Voraussetzungen mit, die im modernen Innenverteidigerprofil gefragt sind: Größe, Ballqualität und Durchsetzungsvermögen. Seine Erfahrung als Kapitän in einer Zweitligamannschaft trotz jungen Alters gilt als weiteres Indiz für eine gewisse Führungsqualität. Ob er diese in Österreich bestätigen kann, wird die kommende Saison zeigen.