Linz, 26 August 2026

Der LASK hat sich durch ein 5:1 gegen Celtic Glasgow für die Ligaphase der Champions League qualifiziert und dabei einen 0:4-Rückstand aus dem Hinspiel in Glasgow aufgeholt.

Was am Dienstagabend auf der Gugl in Linz geschah, werden die Anhänger des LASK so schnell nicht vergessen. Der österreichische Fußball-Bundesligist fertigte Celtic Glasgow im Play-off-Rückspiel der Champions-League-Qualifikation mit 5:1 ab und machte damit den scheinbar komfortablen Vorsprung der Schotten aus dem Hinspiel zunichte. Über die gesamten 90 Minuten dominierte die Mannschaft von Trainer Didi Kühbauer das Geschehen und schrieb mit dem Comeback ein Stück österreichischer Fußballgeschichte.

Von Beginn an setzte der LASK die Gäste aus Schottland unter Druck. Die Linzer belohnten sich früh und stellten mit einer konzentrierten, aggressiven Spielweise die Weichen auf Comeback. Mit zunehmender Spieldauer wurde deutlich, dass die Mannschaft das Spiel nicht mehr aus der Hand geben wollte. Celtic Glasgow, das im Hinspiel noch 4:0 gewonnen hatte, fand im eigenen Strafraum kaum mehr Zugriff und musste Treffer in Serie hinnehmen.

Für die Tore auf Seiten des LASK sorgten unter anderem Doppel-Torschütze Samuel Adeniran sowie Robert Ljubicic, Moses Usor und Florian Flecker, die sich in die Torschützenliste eintrugen. Adeniran, der mit zwei Treffern herausragte, zeigte sich nach dem Schlusspfiff sichtlich gerührt. In seiner Reaktion brachte er die Stimmung im Lager des österreichischen Klubs auf den Punkt.

Adeniran spricht von einem Traum

Adeniran sagte nach der Partie: "Ich habe wirklich daran geglaubt, dass wir noch aufsteigen. Ich bin so stolz auf meine Kollegen nach 0:4 noch zurückzukommen. Ein Traum ist wahr geworden. Wir geben nie auf. Egal, welche Rückschläge wir hinnehmen müssen. Ich bin so sprachlos, es ist ein wunderbares Gefühl vor unseren Fans in die Champions League zu kommen. Ich haben schon so viel geweint. Viele haben nach dem 0:3 in Glasgow geglaubt es ist vorbei, wir nicht. Jetzt müssen wir für die Königsklasse bereit sein, jetzt beginnt die richtige Arbeit."

Taktik und Belastung

Trainer Didi Kühbauer hatte die Mannschaft in den Tagen nach dem Hinspiel auf eine offensive Ausrichtung eingestellt. Dass die taktische Umstellung gegen den schottischen Serienmeister derart Wirkung zeigte, kam für viele Beobachter überraschend. Celtic, das sich nach dem 4:0 in Glasgow schon sicher wähnte, konnte dem Druck über die gesamten neunzig Minuten kaum standhalten und kassierte Niederlage um Niederlage im internationalen Wettbewerb.

18 Millionen Euro Startgeld

Mit dem Einzug in die Champions-League-Ligaphase ist für den LASK nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein wirtschaftlicher Meilenstein verbunden. Der Klub erhält nach Angaben aus dem Umfeld des Wettbewerbs ein Startgeld von mehr als 18 Millionen Euro. Diese Summe eröffnet den Oberösterreichern neue Möglichkeiten im Kaderbau und in der Infrastruktur.

Schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff richtete sich der Blick auf die kommenden Aufgaben. In der Ligaphase der Königsklasse warten nun Gegner aus ganz Europa auf die Linzer. Kühbauer und sein Team wissen, dass mit dem Erreichten die Arbeit erst beginnt. Die Vorfreude auf diese Spiele ist im Lager des LASK bereits spürbar.

Ausblick auf die Ligaphase

Für die Fans in Linz, die ihr Team über die gesamte Partie lautstark nach vorne peitschten, war der Abend ein emotionaler Höhepunkt. Nach dem Schlusspfiff feierten sie minutenlang mit der Mannschaft auf dem Rasen. Der LASK, in den vergangenen Jahren vor allem als Cupspezialist bekannt, spielt damit erstmals seit langer Zeit wieder in der Ligaphase der Champions League und misst sich mit den größten Klubs des Kontinents.

Auch abseits des Platzes sorgte die Gala für Aufsehen. Internationale Medien berichteten über den historischen Abend der Österreicher. Während sich der Blick der Verantwortlichen bereits auf die kommenden Aufgaben richtet, bleibt festzuhalten: Der LASK hat an diesem Augustabend ein Ausrufezeichen gesetzt und mit dem 5:1 gegen Celtic Glasgow den vielleicht größten Abend der jüngeren Vereinsgeschichte geschrieben.

Mit dem Aufstieg in die Champions League geht für den LASK zudem ein sportliches Versprechen einher. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie auch unter größtem Druck bestehen könne, hieß es aus dem Umfeld des Klubs. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie der LASK die zusätzlichen Mittel einsetzt und welche Rolle die Linzer im internationalen Geschäft künftig spielen wollen.