Graz, 17 Juli 2026

Ein 46-jähriger Landwirt ist am Freitagmorgen im Ortsteil Unterbuch der Gemeinde Buch-St. Magdalena im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld von einer Rinderherde tödlich verletzt worden, nachdem seine Familie ihn stundenlang vergeblich gesucht hatte.

Der Mann verließ am Freitag gegen 7 Uhr sein Wohnhaus im Ortsteil Unterbuch, um nach einer Rinderherde mit Kälbern und einem Zuchtstier auf einer angrenzenden Weide zu sehen. Als er nicht zurückkehrte, machte sich die Familie auf die Suche und durchkämmte das Gelände rund um das Anwesen.

Kurze Zeit später fanden die Angehörigen den 46-Jährigen leblos in einem Waldstück, das direkt an die Weide grenzt. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen die Behörden davon aus, dass der Landwirt im Zusammenhang mit den Tieren zu Tode kam. Der Leichnam wurde zur weiteren Untersuchung freigegeben.

Hergang des Vorfalls

Die genaue Todesursache sowie der konkrete Ablauf des Vorfalls sind noch nicht abschließend geklärt. Die Staatsanwaltschaft Graz hat Ermittlungen aufgenommen, um den Hergang vollständig zu rekonstruieren. Dazu werden unter anderem Gutachten zu den Verletzungen und zu möglichen Spuren auf der Weide eingeholt.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz

Unfälle mit Rindern zählen in der Landwirtschaft zu den seltenen, aber besonders gefährlichen Risiken. Zuchtstiere, aber auch Kühe, die ihre Kälber schützen, können in Stresssituationen aggressiv reagieren. Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften weisen seit Jahren darauf hin, dass der direkte Kontakt mit Rindern eine der häufigsten nicht maschinenbezogenen Todesursachen in der Tierhaltung ist.

In der Region Oststeiermark, in der Buch-St. Magdalena liegt, ist die Rinderhaltung ein traditioneller und wirtschaftlich bedeutender Betriebszweig. Viele Höfe sind als Familienbetriebe organisiert, weshalb die Suche nach dem Vermissten zunächst im engsten Kreis der Angehörigen begann.

Polizei und Rettungskräfte wurden nach dem Fund des Mannes in den Ortsteil Unterbuch gerufen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 46-Jährigen feststellen. Die Einsatzkräfte sicherten den Fundort und begannen noch am Vormittag mit der Dokumentation des Geschehens.

Reaktionen aus der Gemeinde

Die Nachricht vom Tod des Landwirts löste in der kleinen Gemeinde Betroffenheit aus. Nachbarn und Weggefährten beschrieben den Mann als engagierten Bauern, der seinen Betrieb mit Herz führe. Die Bestattung und die organisatorischen Folgen für den Hof werden derzeit von der Familie gemeinsam mit Vertreuten der Gemeinde vorbereitet.

Die Behörden bitten, Hinweise zum genauen Ablauf des Vorfalls direkt bei der Polizeiinspektion in der Region zu melden. Bis zum Abschluss der Ermittlungen werden keine weiteren offiziellen Angaben zum Tathergang erwartet.

Sicherheitshinweise für die Rinderhaltung

Fachleute für Arbeitssicherheit in der Landwirtschaft verweisen in solchen Fällen regelmäßig auf die Bedeutung eingezäunter Separationsbereiche und auf das Tragen geeigneter Schutzkleidung beim Gang in die Herde. Besonders im Umgang mit Zuchtstieren werde empfohlen, nie allein und stets mit Sichtkontakt zu weiteren Personen zu arbeiten.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz dauern an. Ein Sachverständiger soll klären, ob es sich um einen tragischen Unfall im Rahmen der täglichen Hofarbeit handelt oder ob andere Umstände eine Rolle spielten. Erst nach Vorliegen des Gutachtens wird die Behörde über das endgültige Ergebnis der Untersuchung informieren.