Kuwait meldet feindliche Drohnenangriffe trotz Waffenruhe Kuwait-Stadt, 10. April 2026

Kuwait hat am zweiten Tag der Waffenruhe im Iran-Krieg feindliche Drohnenangriffe auf wichtige Einrichtungen des Landes gemeldet.

Laut offiziellen Angaben richtete ein Angriff auf eine Einrichtung der Nationalgarde erheblichen Sachschaden an, jedoch wurden keine Verletzten gemeldet. Die kuwaitische Regierung verurteilte die Angriffe scharf und machte Iran und seine Verbündeten dafür verantwortlich.

Reaktionen und Verurteilungen

Die kuwaitische Regierung verurteilte die Drohnenangriffe als „unprovozierte Aggression“ und forderte die internationale Gemeinschaft auf, Maßnahmen zu ergreifen. „Diese Angriffe gefährden die Stabilität der Region und untergraben die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

Iran dementierte die Vorwürfe umgehend. Die Revolutionsgarden erklärten in staatlichen Medien, sie hätten während der Waffenruhe keine Angriffe auf Golfstaaten durchgeführt. „Diese Behauptungen sind falsch und dienen nur der Spaltung der Region“, lautete die offizielle Reaktion aus Teheran.

Eskalation im Irak und diplomatische Spannungen

Parallel zu den Vorfällen in Kuwait wurde auch eine US-diplomatische Einrichtung in Bagdad Ziel eines Drohnenangriffs. Die USA reagierten prompt und bestellten den irakischen Botschafter ein. US-Vizeaußenminister Christopher Landau kritisierte die irakische Regierung für ihr Versagen, die Angriffe zu verhindern.

„Die irakischen Behörden haben es nicht geschafft, die Sicherheit unserer Einrichtungen zu gewährleisten“, sagte Landau. Gleichzeitig würdigte er die Bemühungen der Sicherheitskräfte bei der Bewältigung der Zwischenfälle. Die Spannungen zwischen den USA und dem Irak könnten sich weiter verschärfen, falls keine konkreten Schritte zur Deeskalation unternommen werden.

Die jüngsten Angriffe werfen Fragen zur Nachhaltigkeit der Waffenruhe auf und könnten die ohnehin fragile Sicherheitslage in der Region weiter destabilisieren. Beobachter befürchten, dass die Konfliktparteien trotz der vereinbarten Feuerpause weiterhin Provokationen durchführen könnten.