Eine künstliche Insel rund zwei Kilometer vor der Küste Rügens bei Neu Reddevitz im Greifswalder Bodden ist am Donnerstag für 60.000 Euro versteigert worden; Käufer ist ein österreichischer Geschäftsmann, der auf dem Gelände ein Tourismusprojekt entwickeln will.

Versteigerung und Käufer

Die Auktion wurde von der Norddeutsche Grundstücksauktionen AG durchgeführt, wie aus den Versteigerungsunterlagen hervorgeht. Das Mindestgebot lag bei 39.000 Euro, am Ende wechselte die kleine Ostsee-Insel für 60.000 Euro den Besitzer. Käufer ist nach Angaben des Auktionshauses ein österreichischer Unternehmer, der das Areal touristisch erschließen möchte.

Bei der Insel handelt es sich um eine Entmagnetisierungsstation der DDR-Volksmarine. Die Anlage war als Sperrgebiet ausgewiesen und diente dazu, Militärschiffe der DDR für Minen unsichtbar zu machen. Sämtliche Schiffe der Volksmarine – Minensuch- und Minenräumboote, Landungs- und Versorgungsschiffe sowie Torpedoschnellboote – wurden dort entmagnetisiert.