Wimbledon 2026 Halbfinale Frauen: Kostjuk trifft auf Nosková | nachrichten360
Kostjuk und Nosková komplettieren Halbfinalfeld der Wimbledon-Frauen
London, 09 July 2026
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Kurzfassung
Marta Kostjuk und Linda Nosková stehen im Halbfinal von Wimbledon. Die Ukrainerin schlug Jasmine Paolini, die Tschechin setzte sich gegen Elise Mertens durch. Am Donnerstag stehen sich beide Spielerinnen in London gegenüber.
London, 09 July 2026
Die Ukrainerin Marta Kostjuk und die Tschechin Linda Nosková haben am Mittwoch das Halbfinale der Wimbledon-Frauenkonkurrenz komplettiert und treffen am Donnerstag in London aufeinander.
Im Viertelfinal des Londoner Rasenturniers setzte sich die 24-jährige Kostjuk gegen die Italienerin Jasmine Paolini klar mit 6:3, 6:2 durch. Die Partie dauerte nach Angaben der APA lediglich 69 Minuten. Bereits im ersten Satz nahm Kostjuk ihrer Gegnerin zweimal den Aufschlag ab und bestimmte das Geschehen von Beginn an.
Paolini, die im Ranking an Position 17 geführt wird, war im Vorjahr noch in Wimbledon bis ins Finale vorgestoßen und hatte dort den Titel nur knapp verpasst. Im vergangenen Jahr hatte sie zudem das Halbfinale erreicht. Diesmal war gegen die aufstrebende Ukrainerin allerdings nichts zu holen, Kostjuk ließ der Italienerin keine Chance.
Hintergrund: Paolinis Wimbledon-Traum endet früh
Für Kostjuk ist es bereits das zweite Grand-Slam-Halbfinale in Folge: Anfang Juni hatte sie bei den French Open in Paris den Einzug in die Vorschlussrunde geschafft und sich dort der späteren Turniersiegerin Mirra Andrejewa mit 1:6, 3:6 geschlagen geben müssen. Die damals gesammelte Erfahrung scheint der Ukrainerin in London nun zugutezukommen.
Kostjuk steht in der Weltrangliste auf Position 13. Damit ist sie in der WTA-Weltrangliste als unmittelbare Nachbarin ihrer nächsten Gegnerin gelistet: Die Tschechin Linda Nosková wird an Position zwölf geführt. Beide Spielerinnen sind somit in der Weltrangliste direkt benachbart, was den Vergleich am Donnerstag zusätzlich reizvoll macht.
Nosková nutzt ihre Chance gegen Mertens
Die 21 Jahre alte Nosková schaltete im anderen Viertelfinale die Belgierin Elise Mertens mit 6:3, 7:5 aus. Mertens, die an Position 27 der Weltrangliste steht, hatte als Überraschungsspielerin bis ins Viertelfinale durchmarschiert, fand gegen die Berlin-Siegerin jedoch kein Mittel.
Die Berlin-Siegerin trifft nun in Wimbledon zum ersten Mal auf ein Halbfinale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. Die 21-Jährige erreicht damit zum ersten Mal den Halbfinal eines Grand-Slam-Turniers. Ihr bisher bestes Ergebnis war ein Viertelfinal bei den Australian Open im Jahr 2024.
Für Nosková ist es der erstmalige Einzug in die Vorschlussrunde eines der vier wichtigsten Tennis-Turniere. Die Tatsache, dass sie in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kostjuk in der Weltrangliste als Zwölfte Nachbarin von Kostjuk steht, unterstreicht die Ausgeglichenheit der Paarung. Beide Spielerinnen haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau bestehen können.
Premiere an der Church Road für beide
Sowohl für die Ukrainerin als auch für die Tschechin ist das eine Premiere an der Church Road. Das traditionsreiche Wimbledon, das als Grand-Slam-Turnier auf Rasen ausgetragen wird, ist für beide ein Neuland auf der Stufe des Halbfinals. Während Kostjuk zumindest bei den French Open bereits Halbfinal-Luft geschnuppert hatte, betritt Nosková in Wimbledon komplett unbekanntes Terrain.
Im ersten Halbfinale am Donnerstag trifft die US-Amerikanerin Coco Gauff (WTA 7), die Belinda Bencic ausgeschaltet hat, auf eine weitere Tschechin, Karolina Muchova (WTA 9). Damit ist das Halbfinale der Frauen in Wimbledon komplett und verspricht ein hochkarätiges Programm.
Erstes Halbfinale: Gauff trifft auf Muchová
Die Halbfinal-Partien sind für Donnerstagnachmittag angesetzt. Kostjuk und Noskova kämpfen am Donnerstagnachmittag um den Finaleinzug. Beide wissen, dass ihnen ein Sieg die Tür zum Endspiel des prestigeträchtigsten Tennisturniers der Welt öffnen würde.
Für Kostjuk ist die Partie gegen Nosková eine Begegnung mit einer Spielerin auf Augenhöhe. Beide haben in den vergangenen Wochen Form bewiesen: Kostjuk mit dem Sprung unter die besten 16 der Welt und Nosková mit dem Turniersieg in Berlin. Dementsprechend rechnen Beobachter mit einem offenen Schlagabtausch.
Die Ukrainerin hat familiäre Wurzeln in Österreich. Abseits des sportlichen Geschehens wird die Familie der Spielerin das Geschehen in London daher mit besonderem Interesse verfolgen. Die Doppelbelastung aus internationaler Karriere und familiären Bindungen ist ein wiederkehrendes Thema im Profitennis.
Ausblick: Was am Donnerstag wichtig wird
Während Kostjuk mit ihren 24 Jahren bereits zur erweiterten Weltspitze gehört, repräsentiert Nosková mit 21 Jahren die aufstrebende Generation des Damentennis. Beide haben in Wimbledon die Sensation geschafft und stehen nun vor der Möglichkeit, erstmals in das Finale eines Grand-Slam-Turniers einzuziehen.
Mertens hatte als 30-Jährige gegen die jüngere Nosková keine Chance. Die Belgierin konnte ihre Erfahrung nicht ausspielen und unterlag in zwei Sätzen. Für sie war es dennoch ein erfolgreiches Turnier, das sie bis ins Viertelfinale führte.
Auf Seiten Paolinis war die Enttäuschung groß. Die Italienerin hatte sich nach dem Finaleinzug im Vorjahr viel vorgenommen, scheiterte aber deutlich an der Ukrainerin. Mit 0:6-Sätzen in der entscheidenden Phase hatte sie keine Antwort auf Kostjuks variantenreiches Spiel.
Insgesamt zeigt das Halbfinale der Frauen in Wimbledon ein vertrautes Bild: Erfahrene Spielerinnen aus dem Spitzenfeld der Weltrangliste stehen neben aufstrebenden Talenten, die in den vergangenen Wochen für Furore gesorgt haben. Die Mischung aus Routine und jugendlicher Dynamik verspricht spannende Begegnungen.
Mit dem Einzug ins Halbfinale haben sowohl Kostjuk als auch Nosková ihre beste Grand-Slam-Leistung abgerufen. Kostjuk gelang dies zum zweiten Mal in Folge, für Nosková war es eine Premiere. Beide Spielerinnen werden am Donnerstag alles daransetzen, den nächsten Schritt in Richtung Finale zu machen.
Fragen & Antworten
Wer steht im Halbfinale der Wimbledon-Frauen 2026?
Im Halbfinale stehen Coco Gauff, Karolina Muchová, Marta Kostjuk und Linda Nosková. Gauff trifft auf Muchová, Kostjuk auf Nosková, beide Partien finden am Donnerstag statt.
Wie hat Marta Kostjuk das Viertelfinale gegen Jasmine Paolini gewonnen?
Die Ukrainerin besiegte die Italienerin klar mit 6:3, 6:2. Die Partie dauerte 69 Minuten, Kostjuk nahm Paolini im ersten Satz zweimal den Aufschlag ab.
Was war bisher das beste Grand-Slam-Ergebnis von Linda Nosková?
Ihr bisher bestes Ergebnis war ein Viertelfinal bei den Australian Open im Jahr 2024. Der Einzug ins Wimbledon-Halbfinale ist ihre erste Halbfinalteilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier.