Kolumbien holt Gruppensieg gegen Portugal – Ronaldo trifft im Achtelfinale auf Modric
Miami, 28. Juni 2026
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Kurzfassung
Kolumbien und Portugal trennten sich am Samstag im letzten Gruppenspiel der WM 2026 in Miami 0:0. Kolumbien sicherte sich damit den ersten Platz in Gruppe K und trifft im Achtelfinale auf Ghana. Portugal spielt am Freitag in Toronto gegen Kroatien, wo Cristiano Ronaldo auf Luka Modric trifft.
Kolumbien und Portugal haben sich am Samstag (Ortszeit) im dritten Gruppenspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe K vor 64.478 Zuschauern in Miami mit 0:0 getrennt, wobei Kolumbien den Gruppensieg holte und Portugal als Zweiter in die K.o.-Runde einzog.
Das torlose Unentschieden war das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden Nationen und reichte Kolumbien, um sich den ersten Platz in Gruppe K zu sichern. Das Team von Cheftrainer Nestor Lorenzo verhinderte damit, dass Portugal noch auf den ersten Rang vorrücken konnte. Portugal, das zuvor Usbekistan mit 5:0 besiegt hatte, beendet die Gruppenphase als Zweiter.
Erste Hälfte: Kolumbien drückt, Portugal kontert
Die Partie begann schwungvoll, und Kolumbien erarbeitete sich früh gute Chancen. Stürmer Jhon Córdoba, der in die Startelf beordert worden war, vergab in der 2. und 17. Minute zwei vielversprechende Möglichkeiten. In der 22. Minute verfehlte Jhon Arias eine aussichtsreiche Gelegenheit, und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2) scheiterte James Rodríguez.
Auch Portugal kam im ersten Durchgang zu Chancen, konnte den kolumbianischen Torhüter Camilo Vargas aber nicht überwinden. In der 39. Minute setzte Bruno Fernandes eine gute Position nicht in ein Tor um, und Cristiano Ronaldo, 41 Jahre alt, versuchte es in derselben Minute mit einem Fallrückzieher. Kurz darauf köpfte João Félix einen Volley in der 42. Minute über die Latte, und Ruben Neves schoss in der 40. Minute am Tor vorbei. Ronaldo hatte in der ersten Hälfte lediglich 18 Ballkontakte und erzielte kein Tor.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen, aber Kolumbien erspielte sich die klareren Möglichkeiten. Der portugiesische Torhüter Diogo Costa musste gegen Jefferson Lerma (55.) und Jhon Arias (66.) parieren. In der 60. Minute wechselte Kolumbien mit Richard Ríos und Luis Suárez frische Kräfte ein. Kurz darauf vergab Ríos in der 62. Minute eine Großchance, und auch Gustavo Puerta scheiterte in der 67. Minute.
Zweite Hälfte: Klare Chancen auf beiden Seiten
In der 66. Minute hätte Córdoba Kolumbien beinahe in Führung gebracht, scheiterte aber. Ein Kopfballtreffer von Davinson Sánchez nach einer Hereingabe wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht anerkannt. In der 80. Minute flankte Ronaldo auf den eingewechselten Rafael Leão, doch die Hereingabe war zu kurz. Ronaldo, der durchspielte, schoss zudem in der 60. Minute aus abseitsverdächtiger Position deutlich am Tor vorbei und trat einen Freistoß aus etwa 30 Metern direkt auf den kolumbianischen Schlussmann.
In der Schlussphase vergab Luis Suárez in der 88. Minute eine Möglichkeit für den vermeintlichen Last-Minute-Siegtreffer. Schiedsrichter der Partie war Faghani aus dem Iran. Kolumbien erhielt mit Gustavo Puerta eine Gelbe Karte, Portugal blieb ohne Verwarnung.
Cheftrainer Nestor Lorenzo zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Ich möchte der Mannschaft zu ihrem Einsatz gratulieren, denn die Jungs waren heute überragend. Portugal ist eine hervorragende Mannschaft und verfügt über einen großartigen Trainer. Trotzdem denke ich, dass wir heute die bessere Mannschaft waren. Wir haben gut gespielt, viele klare Chancen herausgespielt – uns hat lediglich die Chancenverwertung gefehlt.“
Stimmen nach dem Spiel
Portugals Trainer Roberto Martínez erkannte die Stärke des Gegners an: „Wir müssen anerkennen, dass Kolumbien ein Spitzenteam ist. Die Partie hat aufgezeigt, dass wir Anpassungen vornehmen müssen, um für die nächste Partie besser vorbereitet zu sein.“ Im Großraum Miami leben nach Schätzungen mehr als 200.000 kolumbianische Staatsbürger, was die besondere Atmosphäre im Stadion erklären dürfte.
Ausblick auf die K.o.-Runde
In der K.o.-Phase trifft Kolumbien am Samstag um 3:30 Uhr in Kansas City auf einen Drittplatzierten – nach dem aktuellen Stand auf Ghana. Portugal bekommt es am Freitag um 1:00 Uhr in Toronto mit Kroatien zu tun. Damit kommt es im Achtelfinale zum Duell der früheren Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Luka Modric.
Beide Mannschaften traten mit ihren nominellen Stammformationen an. Kolumbien spielte mit Vargas – S. Arias, Sánchez, Lucumí, Machado – J. Arias, Lerma, Puerta – J. Rodríguez, Córdoba, Díaz; eingewechselt wurden Muñoz, Castaño, Ríos, Quintero und Suárez. Portugal begann mit D. Costa – Cancelo, Dias, Veiga, Mendes – R. Neves, Vitinha – Neto, Fernandes, Félix – Ronaldo; im Spiel kamen Dalot, Nunes, J. Neves, S. Costa und Leão.
Das Unentschieden sorgte dafür, dass der designierte Spitzenreiter der Gruppe K zwar aus Kolumbien kommt, Portugal aber als Zweiter in eine schwere Achtelfinalaufgabe gegen Kroatien geht. Beide Trainer betonten nach der Partie, dass in der K.o.-Runde nun andere Tugenden gefragt seien.
Das WM-Turnier 2026 wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen; die Begegnungen der Gruppe K fanden unter anderem im Großraum Miami statt, wo am Samstagabend kolumbianische und portugiesische Fans ein hochklassiges, wenn auch torloses Fußballspiel erlebten.
Fragen & Antworten
Wer hat das letzte Gruppenspiel der WM 2026 zwischen Kolumbien und Portugal geleitet?
Das Spiel wurde von Schiedsrichter Faghani aus dem Iran vor 64.478 Zuschauern im Großraum Miami gepfiffen. Es war das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden Nationen.
Wer steht im Achtelfinale gegen wen?
Kolumbien trifft am Samstag um 3:30 Uhr in Kansas City auf Ghana, Portugal bekommt es am Freitag um 1:00 Uhr in Toronto mit Kroatien zu tun. Damit kommt es zum Duell zwischen Cristiano Ronaldo und Luka Modric.
Was sagten die Trainer nach dem 0:0?
Kolumbiens Coach Nestor Lorenzo lobte den Einsatz und sah seine Mannschaft trotz fehlender Chancenverwertung als das bessere Team. Portugals Trainer Roberto Martínez erkannte Kolumbien als Spitzenteam an und kündigte Anpassungen für die nächste Partie an.
WM 2026: Kolumbien Gruppensieger, Ronaldo vs. Modric | nachrichten360