Kevin Warsh, der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kandidat für den Chefposten der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), ist vom Senat bestätigt worden.

Abstimmung im Senat

Die Entscheidung der Senatoren fiel mit 54 zu 45 Stimmen zugunsten von Warsh. Damit übernimmt der langjährige Wirtschaftsexperte eine der einflussreichsten Positionen der globalen Finanzwelt. Die Fed steuert die Geldpolitik der USA und hat damit direkten Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Die Bestätigung war mit Spannung erwartet worden, da Warsh bereits im Vorfeld als umstrittener Kandidat galt. Seine Nominierung durch Präsident Trump hatte parteiübergreifend Diskussionen ausgelöst.

Kritik an Warshs Nominierung

Ihm eilt der Ruf voraus, eine "Marionette Trumps" zu sein. Kritiker befürchten, dass Warsh die Unabhängigkeit der Fed zugunsten politischer Interessen des Präsidenten opfern könnte. Die Fed gilt traditionell als unabhängige Institution, die ihre Entscheidungen primär an wirtschaftlichen Daten und nicht an politischen Vorgaben ausrichtet.