Kellerbrand in Grins: Vier Verletzte nach Großeinsatz in Tiroler Mehrparteienhaus
Grins, 17. Juni 2026
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Kurzfassung
Bei einem Kellerbrand in einem Mehrparteienhaus in Grins im Bezirk Landeck sind am Dienstagabend vier Bewohner verletzt worden. Rund 130 Feuerwehrleute und das Rote Kreuz waren im Großeinsatz, mehrere Personen mussten über Leitern und eine Drehleiter gerettet werden. Die Brandursache ist laut Polizei noch unklar, die Ermittlungen laufen.
Bei einem Brand in einem Mehrparteienhaus in Grins im Bezirk Landeck in Tirol sind am Dienstagabend vier Bewohner verletzt und in Spitäler gebracht worden, während rund 130 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des Roten Kreuzes im Großeinsatz standen.
Ein Brand in einem Mehrparteienhaus in Grins im Bezirk Landeck hat am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Das Feuer war nach Angaben der Einsatzkräfte gegen 19.30 Uhr im Keller des Gebäudes ausgebrochen und hatte in der Folge für eine starke Rauchentwicklung gesorgt, die sich rasch in den darüber liegenden Stockwerken ausbreitete.
Als die ersten Feuerwehreinheiten am Einsatzort eintrafen, war dichter Rauch sichtbar, der aus den Fenstern des Gebäuses drang. Das Feuer brach im Keller des Gebäudes aus und führte zu einer starken Rauchentwicklung. Für die Bewohnerinnen und Bewohner entstand dadurch eine akute Gefahrenlage, da der Rauch über das Treppenhaus in die Wohnungen zog und die Flucht über den gewöhnlichen Weg versperrte.
Rauch breitet sich über das Stiegenhaus aus
Mehrere Bewohner konnten ihre Wohnungen nicht mehr selbstständig verlassen und mussten von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden. Während dichter Rauch das Haus erfüllte, evakuierten Feuerwehrleute mehrere Personen über Leitern und eine Drehleiter. Dieser Schritt war notwendig geworden, weil der Fluchtweg über das Stiegenhaus durch den Brandrauch unpassierbar war.
Im Einsatz standen rund 130 Feuerwehrleute aus Grins, Landeck und Zams. Die Freiwillige Feuerwehr Landeck rückte eigenen Angaben zufolge mit neun Fahrzeugen und 63 Einsatzkräften aus. Neben den Feuerwehren der umliegenden Gemeinden war auch das Rote Kreuz mit drei Rettungswagen, einem Notarztfahrzeug und einem Kommandofahrzeug an der Einsatzstelle.
Großaufgebot an Rettungskräften
Unterstützt wurden sie von einem Notarzt sowie Einsatzkräften des Roten Kreuzes. Die medizinische Erstversorgung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner erfolgte direkt an der Einsatzstelle, bevor sie in umliegende Spitäler transportiert wurden. Insgesamt mussten vier Bewohner medizinisch versorgt werden.
Eine Person erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Zams gebracht. Weitere drei Betroffene kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ebenfalls zur Untersuchung ins Spital. Eine vierte Person wurde mit Verletzungen unbestimmten Schweregrads zur medizinischen Abklärung ebenfalls in das Krankenhaus Zams eingeliefert.
Vier Verletzte im Spital
Wie schwer die Betroffenen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Die Spitalsbehandlung erfolgte vorsorglich, unter anderem mit Blick auf mögliche Folgen einer Rauchgasvergiftung. Rauchgase können auch dann zu Gesundheitsproblemen führen, wenn äußere Brandverletzungen fehlen.
Nach etwas mehr als einer Stunde gelang es den Florianis, die Lage unter Kontrolle zu bringen und das Feuer zu löschen. Um 20.45 Uhr konnte die Feuerwehr schließlich „Brandaus" melden, also das Ende der Löscharbeiten. Das entspricht rund eineinviertel Stunden nach Brandausbruch.
„Brandaus" nach rund einer Stunde
Die Brandursache war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch unklar. Warum der Brand im Keller ausbrach, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Ursache laufen. Sachverständige der Polizei wurden zur Klärung der Entstehungsursache beigezogen, wie es nach solchen Einsätzen üblich ist.
Auch zu möglichen Schäden am Gebäude und zur Höhe des Sachschadens lagen vorerst keine gesicherten Angaben vor. Das Mehrparteienhaus war nach dem Brand zunächst nicht vollständig nutzbar, da die betroffenen Wohnungen zum Teil verraucht waren und die Bewohnerinnen und Bewohner vorerst nicht zurückkehren konnten. Die Feuerwehr kontrollierte in der Folge den Kellerbereich auf mögliche Glutnester.
Brandursache noch unklar
Einsatzkräfte und Behörden wiesen darauf hin, dass bei Bränden in Kellerräumen besondere Gefahren durch Rauchausbreitung über das Stiegenhaus bestehen. Die Einsatzkräfte appellierten in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, im Brandfall Fenster und Türen geschlossen zu halten, den Brandraum sofort zu verlassen und die Einsatzkräfte zu alarmieren. Die frühzeitige Alarmierung und das Schließen von Türen können die Ausbreitung von Rauch deutlich verlangsamen.
Die Gemeinde Grins liegt im Tiroler Oberinntal und gehört zum Bezirk Landeck. Das Mehrparteienhaus, in dem es am Dienstagabend brannte, liegt in einem dicht verbauten Wohngebiet, was die Evakuierung und den Einsatz der Drehleiter zusätzlich erschwerte. Die Feuerwehren der Nachbargemeinden Landeck und Zams unterstützten die örtlich zuständige Feuerwehr Grins, um die große Zahl an Einsatzkräften zu stellen.
Lage in Grins im Tiroler Oberinntal
Einsatzleiter und Rotkreuz-Sprecher zogen am Abend eine erste Zwischenbilanz. Die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt habe einen reibungslosen Ablauf ermöglicht. Die zügige Evakuierung über Leitern und Drehleiter sei notwendig gewesen, weil mehrere Wohnungen über das verrauchte Stiegenhaus nicht mehr eigenständig verlassen werden konnten.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach Abschluss der Brandstellenuntersuchung durch Sachverständige soll ein Ermittlungsbericht erstellt werden. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung oder auf fahrlässiges Verhalten lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden vorübergehend anderweitig untergebracht, da ihre Wohnungen aufgrund der Verrauchung nicht sofort wieder bewohnbar waren. Das Rote Kreuz und die Gemeinde standen den Betroffenen in den Stunden nach dem Brand als Ansprechpartner zur Verfügung. Die genaue Zahl der evakuierten Personen wurde nicht im Detail bekanntgegeben.
Fragen & Antworten
Was ist in Grins im Bezirk Landeck passiert?
In einem Mehrparteienhaus in Grins im Bezirk Landeck in Tirol brach am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr ein Brand im Keller aus, der für eine starke Rauchentwicklung sorgte. Rund 130 Feuerwehrleute aus Grins, Landeck und Zams waren im Einsatz.
Wie viele Menschen wurden verletzt?
Insgesamt mussten vier Bewohner medizinisch versorgt werden. Eine Person wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus Zams gebracht, drei weitere kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur Untersuchung ins Spital, und eine vierte Person wurde zur Abklärung ebenfalls hospitalisiert.
Wie konnte der Brand gelöscht werden und ist die Ursache bekannt?
Nach etwas mehr als einer Stunde brachten die Feuerwehrleute die Lage unter Kontrolle und löschten das Feuer, „Brandaus" wurde um 20.45 Uhr gemeldet. Die Ursache des Kellerbrands war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch unklar, die Ermittlungen laufen.
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