Karin Bergmann ist mit sofortiger Wirkung zur Interims-Intendantin der Salzburger Festspiele ernannt worden. Sie folgt auf Markus Hinterhäuser, der am 26. März aufgrund unüberbrückbarer Differenzen von seinen Aufgaben entbunden wurde.

## Übergangsphase bis 2027 Bergmann wird die künstlerische Leitung der Festspiele vorübergehend übernehmen, bis eine neue Intendanz besetzt ist. Diese Übergangsphase soll voraussichtlich bis zum Herbst 2027 dauern. Die Entscheidung wurde vom Kuratorium der Salzburger Festspiele getroffen, das gleichzeitig die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge einleitet.

Parallel zur Interims-Lösung werden in den kommenden Wochen sowohl die künstlerische Intendanz als auch die Position des Präsidenten öffentlich ausgeschrieben. Damit soll eine langfristige Planungssicherheit für eines der renommiertesten Kulturfestivals der Welt gewährleistet werden.

## Hintergründe der Personalie Markus Hinterhäusers ursprünglicher Vertrag war bis 2031 verlängert worden. Das Kuratorium hatte ihm jedoch nur eine einjährige Verlängerung angeboten, um einen geordneten Übergang zu ermöglichen. Die Differenzen führten schließlich zu seiner vorzeitigen Beurlaubung, die bis zum offiziellen Vertragsende am 30. September 2026 andauern wird.

Die neue Führungsmannschaft der Salzburger Festspiele besteht neben Karin Bergmann aus Kristina Hammer und Lukas Crepaz. Dieses Trio soll die Festspiele durch die Übergangsphase führen und die künstlerische Kontinuität sicherstellen.

## Pressetermin und nächste Schritte Die neue Leitung wird ihre Pläne am Mittwoch um 11 Uhr in einer Pressekonferenz vorstellen. Dabei dürften auch Details zur Programmgestaltung und zur Suche nach einer dauerhaften Intendanz bekannt gegeben werden.

Die Salzburger Festspiele stehen damit vor einer entscheidenden Phase. Die Interims-Lösung mit Bergmann soll Stabilität bringen, während gleichzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die internationale Kulturwelt wird die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.