Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (20.05.26) einen Gesetzentwurf zur Reform des Führerscheins beschlossen, der Kosten senken und Bürokratie abbauen soll.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bezeichnete den Führerschein als "Schlüssel zur eigenen Freiheit", besonders in Regionen mit schlechter Anbindung an Bus und Bahn. "Mobilität darf kein Privileg sein", betonte er.

Zu den geplanten Änderungen gehört eine Reduzierung der Fragen für die theoretische Prüfung von aktuell 1.169 auf 840. Die praktische Prüfung soll von 55 auf 40 Minuten verkürzt werden, wobei die reine Fahrzeit 25 statt bisher 30 Minuten beträgt.

Die bisher fest vorgeschriebenen zwölf Sonderfahrten – etwa bei Dunkelheit oder auf Autobahnen – sollen flexibilisiert werden. Übungsfahrten können künftig auch in Begleitung von Eltern oder Großeltern stattfinden.

Laut Bundesverkehrsministerium liegen die Kosten für einen Pkw-Führerschein derzeit im Schnitt bei 3.400 Euro. Fahrlehrer-Vertreter Kurt Bartels gibt jedoch an, dass die meisten Fahrschüler in NRW nur 2.200 bis 2.800 Euro zahlen, wenn sie im ersten Anlauf bestehen – was auf etwa 70 Prozent zutreffe.