Gabriele Gravina, Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), hat mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Der Rücktritt erfolgte nach der verpassten Qualifikation Italiens für die WM 2026. Auch Gianluigi Buffon, Sportdirektor der Nationalmannschaft, gab seinen Posten auf. Die italienische Regierung und die Opposition hatten gemeinsam Gravinas Rücktritt gefordert. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich im Parlament zur Lage des italienischen Fußballs sprechen. Sportminister Andrea Abodi erklärte, das Fußballsystem müsse neu aufgebaut werden, beginnend mit der Erneuerung der Verbandsführung. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin wies die Schuld für die Probleme im italienischen Fußball weniger auf Gravina als auf die Politiker: "Politicians are more to blame for the problems in Italian football than Gravina." Die Doppelabgänge markieren eine tiefe Krise des "Calcio", der seit dem letzten EM-Titel 2021 sportlich wie organisatorisch mit Rückschlägen kämpft.