Italien hat neue Vorschriften erlassen, die Online-Bewertungen stärker regulieren, um Transparenz und Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Neue Regelungen für Bewertungen

Ab sofort müssen Online-Bewertungen in Italien innerhalb von 30 Tagen nach der Nutzung einer Dienstleistung oder dem Kauf eines Produkts veröffentlicht werden. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass Bewertungen aktuell und relevant bleiben. Zudem dürfen nur Personen Bewertungen abgeben, die die Dienstleistung oder das Produkt tatsächlich genutzt haben.

Die Glaubwürdigkeit von Bewertungen wird durch Nachweise wie Rechnungen gestützt. Ohne solche Belege können Bewertungen als ungültig eingestuft werden. Diese Regelung soll verhindern, dass Unternehmen oder Konkurrenten gefälschte Bewertungen veröffentlichen, um ihre eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu bevorteilen.

Reaktionen und Unterstützung

Gabriele Melluso, Präsident der Verbraucherschutzorganisation Assutenti, begrüßt die neuen Regelungen als „ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz und fairen Wettbewerb“. Die Maßnahmen werden von Verbraucherschützern als notwendig erachtet, um das Vertrauen in Online-Bewertungen zu stärken.

Auch der Verbraucherschutzverband Codacons unterstützt die neuen Vorschriften. Sie sehen darin eine Möglichkeit, unlautere Praktiken im digitalen Raum einzudämmen und fairen Wettbewerb zu fördern. Die Regelungen gelten als Teil einer größeren Initiative, um die Rechte der Verbraucher in Italien zu stärken.