Tel Aviv, 30 September 2026
Die israelische Armee sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert, wonach ein automatisiertes System namens "Lavender" mutmaßliche Kämpfer anhand persönlicher Daten markiert und als Ziele freigibt, was zu zivilen Opfern wie der Familie von Naza in Gaza geführt habe.
Die Recherchen gehen auf Berichte der Journalisten Yuval Abraham und Rachel Szor zurück, die unter anderem für die New York Times arbeiten. Nach ihren Schilderungen stuft das System Personen, die der Hamas oder dem Islamischen Dschihad zugerechnet werden, auf Grundlage von Merkmalen wie dem regelmäßigen Wechsel der SIM-Karte, der Häufigkeit von Telefonkontakten oder der Nutzung bestimmter Kommunikationskanäle als mögliche Ziele ein. Die Armee habe sich bei der Auswahl bombardierter Wohnungen häufig auf diese maschinellen Empfehlungen verlassen.
