Israels Marine hat am Dienstag eine aus 51 Booten bestehende internationale Hilfsflotte für den Gazastreifen gestoppt und dabei über 400 Aktivisten festgenommen, darunter auch drei Österreicher.
Die Flotte, organisiert von der Gruppe 'Global Sumud Flotilla', wollte nach eigenen Angaben einen 'humanitären Korridor' in den Gazastreifen einrichten und die israelische Blockade durchbrechen. Die israelische Regierung sieht die Aktion hingegen als politisch motivierte Provokation.
Israels Außenministerium meldete den vollständigen Stopp der Flotte. Alle 430 Aktivisten wurden auf israelische Schiffe gebracht und in den Hafen von Aschdod verlegt. Die israelische Marine hatte die Flotte in internationalen Gewässern westlich von Zypern gestoppt.
Besonders umstritten ist ein Video, das Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir veröffentlichte. Es zeigt ihn, wie er zwischen gefesselten und knienden Aktivisten steht, eine israelische Flagge schwenkt und ruft: 'Willkommen in Israel, wir sind hier die Hausherren'.

