Eine Delegation des iranischen Fußballverbands wurde am Flughafen Toronto Pearson zurückgewiesen und konnte nicht am FIFA-Kongress in Vancouver teilnehmen.

Hintergrund der Zurückweisung

Die iranische Delegation unter der Leitung von Mehdi Taj hatte gültige Visa für die Einreise nach Kanada, wurde jedoch an der Grenze abgewiesen. Grund dafür waren laut kanadischen Behörden mutmaßliche Verbindungen der Delegationsmitglieder zur Islamischen Revolutionsgarde (IRGC). Kanada hatte die IRGC im Jahr 2024 offiziell als terroristische Organisation eingestuft.

Der FIFA-Kongress, der vor der Weltmeisterschaft 2026 stattfindet, soll Vertreter aller 211 Mitgliedsverbände zusammenbringen. Die Weltmeisterschaft wird gemeinsam von Kanada, den USA und Mexiko ausgerichtet. Die iranische Delegation war auf dem Weg nach Vancouver, um an den Vorbereitungstreffen teilzunehmen.

Reaktionen aus Kanada

Die kanadische Außenministerin Anita Anand äußerte sich zu dem Vorfall und bezeichnete die Zurückweisung als unbeabsichtigt. "It's not my personal lead, but my understanding is that there is a revocation of the permission. It was unintentional, but I'll leave it to the minister to indicate", sagte Anand wörtlich.

Der kanadische Minister für öffentliche Sicherheit, Gary Anandasangaree, bekräftigte hingegen die Haltung der Regierung: Mitglieder der IRGC seien in Kanada nicht willkommen. Die genauen Umstände der Zurückweisung sind noch nicht vollständig geklärt, doch die kanadischen Behörden beharren auf ihrer Entscheidung.