Iran hat der US-Regierung in Washington einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der als Vorschlag für ein dauerhaftes Ende des Krieges dienen soll. Dies bestätigten zwei unabhängige Quellen.
Hintergrund
Der Plan wurde in einer Phase erhöhter Spannungen zwischen Iran und den USA eingereicht. Die Straße von Hormus, eine strategisch wichtige Wasserstraße, war in den vergangenen Monaten mehrfach Schauplatz von Konflikten. Teheran hatte zuletzt seine Präsenz in der Region verstärkt, was international kritisch beobachtet wurde.
Die Beziehungen zwischen Iran und den USA sind seit Jahren angespannt. Vor allem unter der Regierung von Donald Trump verschärften sich die Konflikte, insbesondere nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen. Der aktuelle Vorstoß Irans könnte als Versuch gewertet werden, eine neue Verhandlungsbasis zu schaffen.
Reaktionen
Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme der US-Regierung zu dem iranischen Vorschlag. Allerdings hatte Donald Trump in einer früheren Erklärung von einer „praktikablen Grundlage für Verhandlungen“ gesprochen. Ob dies auf den aktuellen Plan Bezug nimmt, ist unklar.
Experten vermuten, dass der Zehn-Punkte-Plan auch Themen wie die künftige Rolle Irans in der Region und die Sicherheit Israels adressieren könnte. Der Libanon, ein weiterer Schauplatz regionaler Spannungen, wurde in den vergangenen Wochen ebenfalls häufiger erwähnt. Eine Waffenruhe wurde bisher nicht vereinbart, doch der iranische Vorschlag könnte neue Gespräche anstoßen.

