Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez hat die vorläufige Bilanz einer Welle gewaltsamer Proteste an Schulen vorgestellt, bei denen nach seinen Angaben etwa 180 Einrichtungen betroffen waren und 164 Festnahmen erfolgten.

Bei den Aktionen handelte es sich nach Angaben des Innenministeriums um gewaltsame Proteste an Schulen, die sich über mehrere Regionen des Landes erstreckten. Nuñez sprach am Montag in Paris von rund 180 betroffenen Einrichtungen, darunter eine große Zahl in den Schulbezirken Créteil und Versailles im Großraum Paris, aber auch in Städten wie Lille, Lyon, Grenoble und Nizza.

Schwerpunkt im Großraum Paris

Der Schwerpunkt der Proteste lag demnach in den beiden Pariser Vorortbezirken Créteil und Versailles. Nuñez bezeichnete diese Gebiete als Hotspots der Auseinandersetzungen. Auch in Lille, Lyon, Grenoble und Nizza kam es laut dem Minister zu teils erheblichen Störungen des Schulbetriebs, wobei das Ausmaß geringer ausfiel als in der Hauptstadtregion.