Wiesbaden, 08 Juni 2026
Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind im April saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen und damit deutlich stärker als von Ökonomen erwartet.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sanken die Aufträge im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent. Volkswirte hatten lediglich mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Februar bis April um 3,1 Prozent unter dem Niveau der drei Vorangegangenmonate.
Besonders hart traf es einzelne Branchen. Im Maschinenbau sanken die Aufträge um 7,4 Prozent, und in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (-16,3 Prozent) war der Einbruch noch ausgeprägter. Belastet wurde die Auftragsentwicklung von einem deutlichen Rückgang der Neuaufträge in der Automobilindustrie (-5,3 Prozent zum Vormonat). Zudem wurde der Anstieg im März leicht auf ein Plus von 4,5 Prozent um einen halben Prozentpunkt nach unten revidiert.
