Im Jahr 2025 eröffneten in den USA 422 neue unabhängige Buchhandlungen – ein Anstieg von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während gleichzeitig große Einzelhandelsketten den Markt beherrschen.
Wachstum trotz schwieriger Bedingungen
Die Zahl unabhängiger Buchhandlungen in den USA ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, wie Daten der American Booksellers Association zeigen. Trotz der Dominanz großer Player wie Amazon oder Barnes & Noble konnten kleine Buchläden insbesondere in ländlichen Regionen und urbanen Zentren Fuß fassen. Die 422 Neueröffnungen markieren den höchsten Zuwachs seit Jahren und deuten auf eine gegenläufige Entwicklung zum allgemeinen Einzelhandelstrend hin.
Kleinunternehmen generell spielen eine zentrale Rolle in der US-Wirtschaft: Sie stellen die Hälfte aller Arbeitsplätze im Land. Monatlich werden zwischen 400.000 und 500.000 neue Gewerbeanmeldungen registriert, was die Dynamik des Sektors unterstreicht. Unabhängige Buchhandlungen profitieren offenbar von dieser Gründungswelle, obwohl der Wettbewerb mit Online-Riesen hart bleibt.
Lokale Verankerung als Erfolgsfaktor
Experten führen das Wachstum der unabhängigen Buchhandlungen auf deren starke lokale Verankerung zurück. Viele der neuen Läden entstehen in Kleinstädten oder Stadtvierteln, wo sie oft als kulturelle Zentren fungieren. "Main Street ist wiederbelebt worden – nicht nur durch Buchhandlungen, sondern auch durch Cafés und Gemeinschaftsräume", heißt es in einer Analyse. Die American Booksellers Association betont, dass diese Läden häufig eng mit Schulen, Bibliotheken oder lokalen Initiativen wie Little League zusammenarbeiten.
