IFAB Rot für Hand vor Mund im Fußball Der International Football Association Board (IFAB) hat eine neue Regel eingeführt, nach der Spieler, die im Konflikt mit einem Gegner ihren Mund mit der Hand bedecken, bei der FIFA-WM 2026 die Rote Karte erhalten können.

Regeländerung gegen diskriminierendes Verhalten

Die Neuerung zielt darauf ab, diskriminierendes Verhalten auf dem Platz zu unterbinden. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte bereits zuvor gefordert, Spieler zu bestrafen, die in Auseinandersetzungen ihren Mund verdecken. „Wenn ein Spieler seinen Mund bedeckt und etwas sagt und dies rassistische Folgen hat, dann muss er natürlich vom Platz gestellt werden“, erklärte Infantino.

Die Diskussion über die Regeländerung begann nach einem Vorfall im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon. Dabei wurde dem Benfica-Spieler Gianluca Prestianni vorgeworfen, einen rassistischen Kommentar abgegeben zu haben. Später sperrte die UEFA den Argentinier für sechs Spiele, davon drei auf Bewährung, wegen eines homophoben Ausspruchs.

Weitere Neuerungen und Umsetzung

Neben der Regel zur Mundbedeckung hat der IFAB eine weitere Änderung beschlossen: Spieler, die aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung das Feld verlassen, können ebenfalls mit Rot bestraft werden. Die neuen Regeln werden bei der FIFA-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko angewendet, die am 11. Juni 2026 beginnt.