Der US-Filmregisseur Carl Rinsch ist am Montag in New York wegen millionenschweren Betrugs zum Nachteil des Streamingdienstes Netflix zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden.

Vom Großprojekt zum Luxuskauf

Bereits im Dezember war Rinsch vom Vorwurf des Drahtbetrugs und weiterer Straftaten für schuldig befunden worden. Im Anschluss an die jetzige Verhandlung verkündete der zuständige US-Bezirksrichter Jed S. Rakoff das Strafmaß. Zudem ordnete das Gericht Schadensersatz in Höhe von rund elf Millionen Dollar an. Netflix wollte sich zu dem Urteil nicht äußern.

Hintergrund ist eine nie fertiggestellte Science-Fiction-Serie mit dem Titel „White Horse". Netflix hatte Rinsch 2018 und 2019 zunächst rund 44 Millionen Dollar für das Projekt gezahlt. Als er angab, weitere Mittel zur Fertigstellung zu benötigen, überwies der Streamingdienst im Jahr 2020 weitere rund elf Millionen Dollar. Dieses Geld leitete Rinsch laut Anklage auf ein privates Konto um.