Bei einem Referendum am Sonntag haben die Hamburgerinnen und Hamburger mit 54,9 Prozent gegen eine Bewerbung der Stadt um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gestimmt.

Nach Auszählung aller Stimmen entfielen auf das Nein-Lager 357.911 Stimmen, während 293.819 Wahlberechtigte für das Projekt votierten. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben von Landeswahlleiter Oliver Rudolf bei knapp unter 50 Prozent, wobei rund 87 Prozent der abgegebenen Stimmen bereits vor dem Sonntag per Briefwahl eingegangen waren.

Reaktionen aus Politik und Sport

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärte noch am Abend, das Votum sei für den Senat bindend. Er habe DOSB-Präsident Thomas Weikert bereits darüber informiert, dass Hamburg seine Bewerbung nicht aufrechterhalte. „Das Votum gegen die Bewerbung ist für den Senat verbindlich. Ich bedauere die Entscheidung, aber ich habe soeben den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes darüber informiert, dass Hamburg die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele nicht aufrecht erhält“, sagte Tschentscher.

Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) bezeichnete das Ergebnis als „bittere Enttäuschung“ und sprach von einer verpassten Chance für die Stadt. Sportsenator Andy Grote (SPD) dankte den Unterstützern und kündigte an, die entstandene Energie für Projekte aus dem Bewerbungskonzept nutzen zu wollen – insbesondere für die Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen.