Die Grünen üben scharfe Kritik an der Erhöhung der Zulagen für freigestellte Personalvertreter im öffentlichen Dienst, die Ende 2025 per Gesetz beschlossen wurde. Die höheren Zulagen wurden im Nationalrat durch eine Dienstrecht-Novelle im Dezember genehmigt, während die ursprünglich geplante Gehaltserhöhung für alle öffentlich Bediensteten verschoben wurde. Die Grünen vermuten einen Deal zwischen Regierung und Gewerkschaft, bei dem höhere Zulagen für Personalvertreter im Austausch gegen den Rückzug der Gehaltserhöhung gewährt wurden. Bildungsminister Christoph Wiederkehr bestätigte, dass die Zulagen für Personalvertreter in seinem Bereich nun bis zu 3.580 Euro monatlich betragen können. Das Justizministerium gab zudem bekannt, dass in einem Fall eine Nachzahlung von fast 109.000 Euro geleistet wurde. Im Justizbereich werden insgesamt Nachzahlungen von über einer Million Euro fällig. Die Grünen sehen darin eine ungerechte Bevorzugung bestimmter Gruppen im öffentlichen Dienst. Die Debatte um die Verteilung von finanziellen Mitteln im öffentlichen Sektor dürfte damit weiter an Schärfe gewinnen.