Hells Angels Razzia NRW 1200 Polizisten Bei einer großangelegten Razzia gegen den Rocker-Club „Hells Angels“ sind in Nordrhein-Westfalen am Dienstagmorgen 1.200 Polizeibeamte in 28 Städten im Einsatz und durchsuchen mehr als 50 Objekte.

Operation im Detail

Das Innenministerium Nordrhein-Westfalens bestätigte den Einsatz am frühen Morgen. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf mehrere Städte, darunter Leverkusen, Köln, Duisburg, Dinslaken, Langenfeld, Kempen und Bergheim. Die Polizei setzt dabei auch Spezialkräfte ein.

Laut Angaben des Ministeriums handelt es sich um eine der größten Razzien gegen Rocker-Clubs in der Geschichte des Bundeslandes. Die „Hells Angels“ gelten mit 469 Mitgliedern und 29 Chapter als die größte Rocker-Gruppe in NRW.

Hintergrund der Razzia

Bereits 2017 hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) den Verein „Hells Angels MC Concrete City“ verboten und aufgelöst. Zuvor war auch der „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen“ von den Behörden untersagt worden.

Die „Hells Angels“ waren in den vergangenen Jahren stark gewachsen, unter anderem durch Überläufer der verfeindeten „Bandidos“. Mit 469 Mitgliedern übertrafen sie die „Freeway Riders“, die mit 403 Mitgliedern in 37 Chapter die zweitgrößte Rocker-Gruppe in NRW stellen.