Bei einem Großbrand in einer Schweinemastanlage im Coswiger Ortsteil Düben im Landkreis Wittenberg sind in der Nacht zum Mittwoch nach ersten Schätzungen rund 20.000 Schweine verendet.

Nach Angaben des Landkreises standen sechs Ställe in Flammen. In einer Schweinemastanlage im Coswiger Ortsteil Düben ist in der Nacht zu Mittwoch ein Großbrand ausgebrochen. Zwischenzeitlich waren bis zu 100 Feuerwehrleute aus der Region vor Ort, am Morgen waren nach Angaben der Einsatzleitung noch 87 Einsatzkräfte mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Ausmaß des Schadens

Nach Aussage von Amtstierarzt Thomas Müller sind bei dem Brand größtenteils Ferkel und Läufer – etwas ältere Jungtiere – verendet. Darüber hinaus sind den Angaben nach 1.700 Sauen gestorben. 1.300 Sauen haben das Flammeninferno überlebt. Einige Tiere konnten von den Kameraden gerettet werden. Sie wurden vorübergehend in einer Freilaufanlage untergebracht.

Die Feuerwehr kühlte Dächer und sorgte durch eingeschlagene Scheiben für Belüftung. Dadurch sollte verhindert werden, dass die Flammen auf weitere Ställe übergreifen. Einsatzleiter Oliver Hoppe sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Morgen, „die Lage sei inzwischen unter Kontrolle". Hoppe schätzt, dass der Einsatz noch bis zum Mittag dauert.

Einsatz der Rettungskräfte

Eine spezielle Einsatzdrohne mit Wärmebildkamera hilft dabei, Glutnester aufzuspüren. Vier Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt, zwei von ihnen kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Bei der Beräumung wird Müller zufolge voraussichtlich eine Spezialfirma eingesetzt, da die Kadaver mit Schadstoffen belastet sind. Anwohner werden weiterhin gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen auszuschalten.

Folgen für Anwohner und Bergung

Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Behördenangaben nicht. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund neun Millionen Euro. Der Schaden geht in die Millionen.

Was den Brand ausgelöst hat, ist noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.