Greenpeace und die Arbeiterkammer Oberösterreich haben Klebetattoos für Kinder auf Schadstoffe testen lassen und sehen dabei ein systematisches Versagen bei der Produktsicherheit.

Das Labor habe insgesamt 31 verschiedene Chemikalien in den Proben nachgewiesen, darunter Weichmacher, Schwermetalle sowie PFAS, wie die Umweltorganisation am Mittwoch mitteilte. Vier Tattoos enthielten demnach die sogenannten „Ewigkeitschemikalien" PFAS, in sechs Proben fanden sich dem Test zufolge Chemikalien, die in der EU für Kosmetika oder Spielzeug verboten sind. Insgesamt seien 13 von 15 getesteten Produkten nicht empfehlenswert gewesen, hieß es.

Greenpeace-Konsumexpertin Madeleine Drescher forderte, die belasteten Produkte müssten sofort aus dem Handel verschwinden: „Die belasteten Klebetattoos müssen sofort aus allen Regalen und Online-Shops verschwinden". Auch bei Einzelgrenzwerten, die eingehalten werden, fehle aus ihrer Sicht der umfassende Schutz vor dem „kombinierten Chemikalien-Cocktail". Drescher sprach von einem „systematischen Versagen bei der Produktsicherheit".