Die ghanaische Fußballnationalmannschaft hat den erfahrenen portugiesischen Trainer Carlos Queiroz als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 73-Jährige übernimmt das Team kurz vor der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko, wo Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama treffen wird.
## Hintergrund der Verpflichtung Der Wechsel an der Spitze des ghanaischen Teams wurde notwendig, nachdem der bisherige Trainer Otto Addo nach Testspiel-Niederlagen gegen Österreich und Deutschland entlassen worden war. Die Ghana Football Association (GFA) setzt nun auf die internationale Erfahrung von Queiroz, der bereits mehrere Nationalmannschaften betreut hat.
Queiroz bringt eine beeindruckende Karriere mit, die ihn unter anderem zu den Teams der Vereinigten Arabischen Emirate, Südafrikas, Kolumbiens, Ägyptens, Katars und zuletzt Omans führte. Besonders hervorzuheben sind seine Erfolge bei Weltmeisterschaften: 2010 führte er Portugal bis ins Achtelfinale, wo das Team gegen Spanien ausschied. Mit Iran gelang ihm 2014 und 2018 ebenfalls der Einzug in die K.o.-Phase.
## Herausforderungen bei der WM 2026 Die Aufgabe für Queiroz wird nicht leicht: Ghana trifft in der Gruppenphase auf starke Gegner. England und Kroatien zählen zu den besten Teams Europas, während Panama als Außenseiter gilt, aber bereits bei der WM 2018 für Überraschungen sorgte. Die Spiele finden in den drei Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko statt.
Queiroz muss in kurzer Zeit ein wettbewerbsfähiges Team formen. Seine Erfahrung im internationalen Fußball könnte dabei entscheidend sein. Allerdings steht er auch unter Druck, denn Ghana hat hohe Erwartungen an die WM-Teilnahme. Die letzten beiden Weltmeisterschaften verliefen für das afrikanische Team enttäuschend, sodass die Fans nun auf eine bessere Leistung hoffen.
## Reaktionen und Erwartungen Die Entscheidung der GFA, auf einen so erfahrenen Trainer wie Queiroz zu setzen, wird von Experten überwiegend positiv bewertet. Seine Fähigkeit, defensiv stabil aufgestellte Teams zu formen, könnte Ghana in der Gruppenphase zugutekommen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die auf sein Alter und die Frage der langfristigen Entwicklung hinweisen.
Queiroz selbst hat noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben, aber es wird erwartet, dass er in den kommenden Tagen sein Konzept vorstellt. Die Vorbereitung auf die WM beginnt unmittelbar, wobei Freundschaftsspiele gegen starke Gegner geplant sein dürften, um das Team optimal einzustellen.
Für Ghana ist die WM 2026 eine Chance, sich wieder als eine der stärksten Mannschaften Afrikas zu präsentieren. Mit Carlos Queiroz an der Spitze hofft man, zumindest die K.o.-Phase zu erreichen – ein Ziel, das angesichts der starken Konkurrenz ambitioniert, aber nicht unmöglich ist.