Der SPÖ-Chef Andreas Babler setzt sich für ein Bleiberecht des nigerianischen Geschwisterpaars Joseph und Victoria ein, das trotz erfolgreicher Integration in Österreich von einer Abschiebung bedroht ist.
Hintergrund der geplanten Abschiebung
Die Geschwister Joseph und Victoria flohen als unbegleitete Minderjährige nach Österreich und haben seitdem ihre schulische Ausbildung abgeschlossen. Beide befinden sich aktuell mitten in weiteren Studien- bzw. Berufsausbildungen. Dennoch steht ihre Abschiebung nach Nigeria bevor, was zu breiter Kritik führt.
Die beiden Jugendlichen gelten als gut integriert und haben sich in Tirol und Wien ein neues Leben aufgebaut. Ihre Geschichte hat in Österreich Diskussionen über die Bleiberechtspraxis für junge Geflüchtete entfacht.
Demonstration und politische Reaktionen
Für den kommenden Freitag ist in Wien eine Demonstration geplant, um auf das Schicksal der Geschwister aufmerksam zu machen. Unterstützerinnen und Unterstützer fordern, dass Joseph und Victoria in Österreich bleiben dürfen.
Andreas Babler, Parteichef der SPÖ, hat sich deutlich positioniert: „Integration ist keine Einbahnstraße. Wenn junge Menschen hier Fuß fassen, dürfen wir sie nicht einfach abschieben.“ Babler betont, dass die Geschwister ein Beispiel für gelungene Integration seien und appelliert an die österreichische Bundesregierung, eine humanitäre Lösung zu finden.
