Wer in Deutschland zu den Topverdienern gehören möchte, muss mindestens 100.719 Euro brutto im Jahr verdienen. Das geht aus aktuellen Statistiken hervor, die das Gehaltsgefälle zwischen verschiedenen Branchen und Regionen beleuchten. Während die Energiebranche mit einem Median von 77.522 Euro an der Spitze liegt, kämpfen Beschäftigte in der Gastronomie oder Landwirtschaft mit deutlich niedrigeren Einkommen.

Die bestbezahlten Branchen

Der Energiesektor führt die Liste der bestbezahlten Branchen in Deutschland an. Mit einem Mediangehalt von 77.522 Euro brutto im Jahr liegen die Beschäftigten deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Knapp dahinter folgt der Finanz- und Versicherungssektor mit 76.594 Euro. Beide Branchen übertreffen damit den Median für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland, der bei 54.066 Euro liegt – inklusive Sonderzahlungen.

Besonders hoch sind die Gehälter in Führungspositionen oder in spezialisierten Berufen wie der Luftfahrt. Piloten und Manager gehören regelmäßig zu den Spitzenverdienern, wie Auswertungen des Statistischen Bundesamts zeigen. Der Durchschnittsverdienst liegt mit 64.441 Euro sogar noch höher als der Median, was auf die starke Streuung durch sehr hohe Einzelgehälter zurückzuführen ist.

Regionale Unterschiede und untere Einkommensgruppen

Die Gehaltsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bleiben weiterhin signifikant. In den östlichen Bundesländern – Berlin ausgenommen – liegt der Median bei 46.013 Euro und damit 9.422 Euro unter dem Wert in Westdeutschland. Die untersten zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten verdienen jährlich höchstens 33.828 Euro brutto.