DDR besiegt BRD bei WM 1974 Am 22. Juni 1974 schrieb die DDR-Fußballnationalmannschaft Geschichte, als sie im Hamburger Volksparkstadion vor über 60.000 Zuschauern die hoch favorisierte BRD mit 1:0 besiegte – das einzige deutsch-deutsche Duell bei einer Fußball-Weltmeisterschaft.
Historisches Aufeinandertreffen
Die Begegnung zwischen der DDR und der BRD während der WM 1974 war nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein politisch aufgeladenes Spiel. Die DDR trat zum ersten und einzigen Mal bei einer WM an, während die BRD als einer der Titelfavoriten galt. Das Spiel fand in der Gruppenphase statt und war Teil des Turniers, das erstmals in Westdeutschland ausgetragen wurde.
Über 60.000 Fans verfolgten das Spiel live im Stadion, Millionen sahen es weltweit im Fernsehen. Die DDR, die zuvor bereits Australien mit 2:0 besiegt und gegen Chile 1:1 gespielt hatte, zeigte eine starke Leistung und setzte sich gegen die favorisierten Westdeutschen durch.
Die WM 1974 in Westdeutschland
Die Eröffnung der WM 1974 war ein spektakuläres Ereignis. Am 13. Juni fand die Eröffnungszeremonie statt, bei der Bundespräsident Gustav Heinemann das Turnier offiziell eröffnete. Uwe Seeler und Pelé übergaben symbolisch die alten und neuen WM-Trophäen, während 2.000 weiß gekleidete Schulkinder aus Frankfurt eine Choreografie aufführten.
Das erste Spiel des Turniers bestritten Brasilien und Jugoslawien, das torlos endete. Die DDR hingegen startete mit einem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Australien in das Turnier. Der anschließende 1:1-Unentschieden gegen Chile sicherte der DDR den Einzug in die nächste Runde – ebenso wie der BRD, die sich ebenfalls qualifizierte.

