Am Ostermontag sind fünf Menschen in den zugefrorenen Pragser Wildsee in den Dolomiten eingebrochen, wurden aber von Passanten gerettet, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
## Dramatische Rettungsaktion Gegen 15 Uhr brachen zwei Geschwister auf dem Eis des Pragser Wildsees ein, als sie über die gefrorene Oberfläche liefen. Ihr Vater und zwei weitere Personen, die zu Hilfe eilen wollten, stürzten ebenfalls ins eiskalte Wasser. Laut Augenzeugen gelang es Anwesenden, alle fünf Verunglückten aus dem See zu ziehen, bevor Bergrettung und Notdienste vor Ort waren.
Ein Vertreter der Bergrettung bestätigte den Vorfall und äußerte sich besorgt über die zunehmende Zahl solcher Einsätze: „Als wir ankamen, liefen etwa hundert Leute auf dem See herum. Das ist Wahnsinn.“ Die Behörden hatten zuvor wiederholt vor dem Betreten der Eisfläche gewarnt, da diese aufgrund der Witterung instabil sei.
## Warnungen und touristische Risiken Der Pragser Wildsee, auch als Lago di Braies bekannt, ist ein beliebtes Ausflugsziel in Südtirol und Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten. Die malerische Kulisse lockt besonders im Winter und Frühjahr zahlreiche Touristen an, doch die scheinbar feste Eisdecke birgt Gefahren. Lokale Stellen weisen seit Wochen auf die Risiken hin, doch viele Besucher ignorieren die Hinweise.
Statistiken der Bergrettung zeigen, dass solche Rettungseinsätze in der Region häufiger werden. Der aktuelle Vorfall unterstreicht die Dringlichkeit der Warnungen. Die geretteten Personen erlitten glücklicherweise keine lebensbedrohlichen Verletzungen, doch die Behörden appellieren erneut an die Vernunft der Besucher. Eisflächen, besonders in den Übergangsmonaten, seien unberechenbar und dürften nicht betreten werden.
