Nesselwängle, Tirol, 18. April 2026

Eine 28-jährige Deutsche ist am Samstagmorgen bei einer Bergtour in Tirol tödlich verunglückt, nachdem sie 120 Meter in die Tiefe gestürzt war. Die Frau hatte die Tour von Nesselwängle aus in Richtung Rote Flüh begonnen und den Gipfel gegen 07:30 Uhr erreicht, bevor der tragische Unfall geschah.

Bergrettungseinsatz mit großem Aufwand

Die Suche nach der vermissten Bergsteigerin erforderte einen umfangreichen Einsatz von Rettungskräften. Beteiligt waren die Bergrettungsteams aus Nesselwängle, Vils und Reutte. Zur Unterstützung wurden Drohnen mit Wärmebildtechnik sowie ein FLIR-Hubschrauber aus Salzburg eingesetzt. Die Suchaktion konzentrierte sich auf das Gebiet um den Schartschrofen, einen bekannten Gipfel in der Region.

Am Samstagmorgen wurde die Leiche der Frau schließlich von einem Polizeihubschrauber entdeckt und geborgen. Die genauen Umstände des Sturzes sind noch unklar, aber die Bergrettung geht davon aus, dass der Absturz in steilem Gelände erfolgte. Die Rettungskräfte betonten die schwierigen Bedingungen in dem unwegsamen Terrain, das eine schnelle Bergung erschwerte.

Touristische Herausforderungen in den Alpen

Die Region um den Schartschrofen und die Rote Flüh ist bei Bergsteigern beliebt, aber auch für ihre anspruchsvollen Routen bekannt. Der Friedberger Klettersteig und die Gelbe Scharte gehören zu den markanten Punkten in dem Gebiet, das sowohl erfahrene Alpinisten als auch weniger geübte Wanderer anzieht. Die örtlichen Behörden weisen regelmäßig auf die Gefahren hin, die mit solchen Touren verbunden sind, insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen oder unzureichender Ausrüstung.