Die französische Zentralbank hat einen Teil ihrer Goldreserven aus den USA verkauft und durch neue, international standardisierte Goldbarren ersetzt – dabei erzielte sie einen Gewinn von rund 12,8 Milliarden Euro.
Hintergrund der Goldtransaktion
Die Banque de France tauschte zwischen Juli 2025 und Januar 2026 etwa 129 Tonnen Gold aus, was etwa fünf Prozent der gesamten französischen Goldreserven entspricht. Die Gesamtmenge der Reserven bleibt jedoch unverändert bei rund 2.437 Tonnen. Die Entscheidung, die älteren oder nicht standardisierten Bestände in den USA zu verkaufen und vor Ort neue Barren zu erwerben, sparte Transport- und Raffinierungskosten.
Bereits seit den 2000er Jahren modernisiert die französische Zentralbank schrittweise ihre Goldreserven. Bis 2028 plant sie, weitere 134 Tonnen älterer Barren und Münzen zu standardisieren. Dieser Prozess soll die Lagerung und den internationalen Handel der Reserven vereinfachen.
Finanzielle Auswirkungen
Der Verkauf und Neukauf der Goldreserven hat die Bilanz der Banque de France deutlich verbessert. Nach einem Verlust im Jahr 2024 verzeichnete die Zentralbank 2025 einen Überschuss von 8,1 Milliarden Euro. Der Gewinn von 12,8 Milliarden Euro aus der Transaktion spielte dabei eine zentrale Rolle.
