Frankreich zieht Gold aus US-Beständen ab und erzielt Milliarden-Gewinn Paris, 6. April 2026 Die französische Zentralbank hat einen Teil ihrer Goldreserven in den USA verkauft und durch neue, international standardisierte Goldbarren ersetzt – dabei erzielte sie einen Gewinn von rund 12,8 Milliarden Euro. Hintergrund der Goldtransaktion Die Banque de France tauschte zwischen Juli 2025 und Januar 2026 etwa 129 Tonnen Gold aus, was etwa fünf Prozent der gesamten französischen Goldreserven entspricht. Die Gesamtmenge der Reserven blieb jedoch unverändert bei rund 2.437 Tonnen. Bereits seit den 2000er Jahren ersetzt die französische Zentralbank ältere oder nicht standardisierte Goldbestände durch neue Barren, die den aktuellen internationalen Normen entsprechen. Diese Strategie dient der Modernisierung der Reserven und der Sicherstellung ihrer Handelsfähigkeit auf globalen Märkten. Entscheidung für Verkauf statt Transport Laut einer internen Empfehlung entschied sich die Banque de France dafür, das Gold zu verkaufen und neu zu kaufen, anstatt es zu transportieren und aufzuarbeiten. Dies sparte nicht nur Kosten, sondern ermöglichte auch den Gewinn von 12,8 Milliarden Euro durch geschickte Markttiming-Strategien. Die Bank plant, bis 2028 weitere 134 Tonnen älterer Goldbarren und Münzen zu standardisieren. Dieser Schritt unterstreicht die langfristige Ausrichtung der französischen Goldpolitik, die auf Transparenz und internationale Kompatibilität setzt. Die Entscheidung, die Bestände in den USA zu reduzieren, folgt einem globalen Trend, bei dem Länder ihre Goldreserven zunehmend diversifizieren oder modernisieren. Frankreich bleibt jedoch einer der größten Goldhalter weltweit und sichert sich durch die Standardisierung zusätzliche Flexibilität für künftige Transaktionen. Auswirkungen und nächste Schritte Der Gewinn von 12,8 Milliarden Euro stärkt die Bilanz der Banque de France und könnte künftig in weitere Modernisierungsprojekte oder strategische Reserveninvestitionen fließen. Die Zentralbank hat keine unmittelbaren Pläne angekündigt, die Gesamtmenge der Goldreserven zu verändern, sondern konzentriert sich auf die qualitative Aufwertung der Bestände. Experten sehen in der Entscheidung ein klares Signal für die Bedeutung standardisierter Goldreserven im internationalen Handel. Die französische Strategie könnte als Vorbild für andere Nationen dienen, die ähnliche Modernisierungsprozesse anstreben. Die Banque de France betont, dass die Transaktionen transparent und marktgerecht durchgeführt wurden. Die nächsten Schritte der Standardisierung werden voraussichtlich in den kommenden Jahren weitere Gewinne und Effizienzsteigerungen bringen.
Frankreich zieht Gold aus US-Beständen ab – und verdient Milliarden
Kurzfassung
Frankreich zieht Gold aus US-Beständen ab und erzielt Milliarden-Gewinn