Fortsetzung bestätigt: Melissa Naschenweng dreht „Herzklang – Gegenwind" für den ORF
Wien, 9. Juli 2026
Stefan Brending (2eight) / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 de
Kurzfassung
Nach dem Quotenerfolg der ORF-Romanze „Herzklang – Zurück zu mir" hat der Sender eine Fortsetzung bestätigt. Melissa Naschenweng steht seit Montag für „Herzklang – Gegenwind" vor der Kamera, die Dreharbeiten in Osttirol, Kärnten und Wien laufen voraussichtlich bis Anfang August.
Die Kärntner Schlagersängerin Melissa Naschenweng dreht seit Montag in Osttirol, Kärnten und Wien die ORF-Fortsetzung „Herzklang – Gegenwind", wie der Sender am Donnerstag bestätigte.
Quotenerfolg macht Fortsetzung möglich
Der ORF hat am Donnerstag offiziell bestätigt, dass die ORF-Romanze „Herzklang" eine Fortsetzung erhält. Der erste Teil „Herzklang – Zurück zu mir" war am Karsamstag, dem 4. April 2026, auf ORF 1 ausgestrahlt worden und hatte bei Zuschauerinnen und Zuschauern ab 12 Jahren einen Marktanteil von 23 Prozent erreicht. Im Schnitt verfolgten den Film den Angaben zufolge rund 524.000 Menschen, in der Spitze sogar bis zu 563.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. „Weil die Zuseherzahlen gestimmt haben, fackelte der Sender nicht lange: Der Publikumserfolg geht offiziell in die nächste Runde!“, heißt es dazu.
Wie der ORF unter Berufung auf die APA weiter mitteilte, steht Naschenweng „Seit vergangenem Montag" für die Fortsetzung „Herzklang – Gegenwind" vor der Kamera. Regie führt erneut Patricia Frey, das Drehbuch stammt nach Angaben des Senders wieder von Harald Haller und Marc Brugger. Melissa Naschenweng schlüpft dabei abermals in die Rolle des fiktiven Schlagerstars Melanie Buchauer. Die Dreharbeiten laufen den Angaben zufolge voraussichtlich bis Anfang August, der fertige Film soll wie geplant 2027 auf ORF 1 oder über die Streaming-Plattform ORF ON zu sehen sein.
Naschenwengs zweite Hauptrolle
Bereits im April dieses Jahres hatte Naschenweng in dem ersten Teil der Reihe ihr „fulminantes Debüt" in ihrer ersten TV-Hauptrolle gefeiert. Die in Kärnten geborene Musikerin, die in Medienberichten als „Kärntner Powerpaket" und „Lederhosen-Rockerin" beschrieben wird, spielt darin eine Schlagersängerin, die beruflich wie privat auf der Erfolgswelle surrt. „Erst im heurigen April feierte das Kärntner Powerpaket in der ORF-Romanze 'Herzklang – Zurück zu mir' ein fulminantes Debüt in ihrer allerersten TV-Hauptrolle", schreibt der ORF. Die Ausstrahlung am Karsamstag entwickelte sich rasch zum quotenträchtigen Ereignis.
Der erste Teil der Reihe ist nach Angaben des Senders weiterhin über die Streaming-Plattform ORF ON abrufbar. Mit Blick auf das starke Einschaltquoten-Ergebnis habe man sich beim ORF rasch für eine Fortsetzung entschieden. „Nun steht fest, dass der Publikumserfolg eine Fortsetzung erhält", heißt es. Angesichts der Quoten sei die Entscheidung schnell gefallen, weil der Sender an den Erfolg anknüpfen wolle.
Handlung: Sturm, Druck und rätselhafte Nachrichten
Inhaltlich verschiebt sich das Glück in der Fortsetzung deutlich. „Melanie (Melissa Naschenweng) konnte ja einen Song zum Hit machen und hat sich schwer verlieht“, heißt es zur Ausgangslage. Die Protagonistin stürmt demnach die Charts und „schwebt privat auf Wolke sieben“. Doch dann kommen berufliche wie private Krisen together: In der Region Oberanger bedroht ein schwerer Sturm die Lebensgrundlage zahlreicher Agrarwirte, wie es im Pressetext heißt. „Ein schwerer Sturm in Oberanger gefährdet die Lebensgrundlage zahlreicher Agrarwirte".
Gleichzeitig macht das Plattenlabel der Protagonistin Druck: „das Plattenlabel macht wegen einer neuen Nummer ordentlich Druck“. Zu den beruflichen Sorgen kommen private Wirrungen. Wie der Sender schildert, „verhält sich plötzlich auch noch Ben (Ferdinand Seebacher) seltsam, nachdem er Nachrichten von einer anderen, ihm scheinbar nahestehenden, Frau erhalten hat". Das Drehbuch sieht also vor, dass sich Bens Verhalten schlagartig ändert, nachdem er mysteriöse Nachrichten von einer anderen Frau erhält.
Beziehungsdrama um Ben und Melanie
„Doch im Drehbuch kriselt es gewaltig: Ben verhält sich plötzlich verdammt seltsam, nachdem er mysteriöse Nachrichten von einer anderen, ihm scheinbar nahestehenden Frau erhalten hat", heißt es. Damit droht der Romanze ein Stresstest, der weit über den Musik- und Bauernhof-Kosmos hinausgeht. Die Filmemacher setzen in der Fortsetzung also auf ein turbulenteres Setting als noch im ersten Teil.
Drehorte in drei Bundesländern
An der Seite von Naschenweng ist erneut Ferdinand Seebacher zu sehen, der im ersten Teil als Bens Herzensbub Mellis großer Liebespartner war. Der ORF beschreibt ihn als „Schauspiel-Feschak Ferdinand Seebacher (36)", der „im Film Mellis großen Herzensbuben Ben mimt". Das Wiedersehen der beiden sei, wie es in der Mitteilung heißt, „besonders spannend", da „beim ersten Teil [...] zwischen den beiden im TV die Funken [sprühten]". Auch im zweiten Teil stehen die beiden Liebesfiguren also im Zentrum des Geschehens.
Gedreht wird an mehreren Orten in Österreich. Als Spielstätten nennt der ORF Osttirol mit Matrei und Umgebung, Kärnten mit Oberdrauburg und Umgebung sowie Wien. Die Großstadt-Szenen dürften demnach in Wien entstehen, während die bäuerliche Welt um Oberanger in Kärnten angesiedelt ist. Die Drehorte verteilen sich damit über drei Bundesländer, was den logistischen Aufwand der Produktion erhöht.
Genre: Romantik-Krimi mit Bauernhof-Kulisse
„Bis voraussichtlich Anfang August wird ... gedreht", heißt es aus dem ORF. Der ORF betont, dass es sich bei dem Projekt um einen „Romantik-Krimi" handelt. „Die Kameras für den Romantik-Krimi laufen noch voraussichtlich bis Anfang August". Die Kategorisierung als Krimi legt nahe, dass die Bedrohung durch den Sturm und das Rätsel um die mysteriösen Nachrichten über das normale Liebesdrama hinausgehen könnten.
Auch abseits des Films sorgt Naschenweng für Schlagzeilen: Erst kürzlich stellte sie im Wiener Madame Tussauds ihre eigene Wachsfigur vor. Damit baut die Musikerin ihre mediale Präsenz weiter aus, die schon vor dem ORF-Engagement beträchtlich war. Die Ausstellung ihrer Wachsfigur wird vom ORF im Kontext der laufenden Dreharbeiten als weiterer Beleg für ihre wachsende Bekanntheit genannt.
Ausstrahlung 2027 auf ORF 1 und ORF ON
Mit Blick auf die anvisierte Ausstrahlung im Jahr 2027 ist das Zeitfenster eng: Nach dem Ende der Dreharbeiten Anfang August folgen Postproduktion, Schnitt und musikalische Endbearbeitung, bevor der Streifen auf ORF 1 oder ORF ON veröffentlicht werden kann. Der ORF spricht von einer Ausstrahlung „in ORF 1 bzw. auf der Streaming-Plattform ORF ON". Damit wäre der Film sowohl im klassischen linearen Programm als auch online abrufbar.
Die Quotenbilanz des ersten Teils legt die Messlatte hoch: 23 Prozent Marktanteil bei den ab 12-Jährigen, durchschnittlich 524.000 Zuschauende und eine Spitze von 563.000. Der ORF hat damit einen konkreten Anhaltspunkt, an dem er die Fortsetzung messen lassen wird. Melissa Naschenweng selbst hat durch den Erfolg des ersten Teils und ihre Tätigkeit als Schlagersängerin ein Stammpublikum mitgebracht, das nun auch die Fortsetzung verfolgen könnte.
Die Bezeichnung „Lederhosen-Rockerin" verweist auf das Image der Künstlerin, die Schlager mit rockigen Elementen verbindet und diesen Stil auch in den Film einbringt. Mit der Fortsetzung „Herzklang – Gegenwind" baut der ORF ein neues Serien-Format auf, das Genre-Elemente aus Romanze, Musikfilm und Krimi miteinander verknüpft.
Gemeldet wurde der Drehstart von der APA am 9. Juli 2026. Der ORF kündigte das Projekt am Donnerstag an. Mit Patricia Frey als Regisseurin und dem bewährten Autorenduo Harald Haller und Marc Brugger bleibt die kreative Achse des ersten Teils erhalten – nur die Rahmenbedingungen sind dramaturgisch deutlich rauer geworden.
Fragen & Antworten
Wer spielt die Hauptrolle in „Herzklang – Gegenwind"?
Die Hauptrolle der Melanie Buchauer übernimmt erneut die Kärntner Schlagersängerin Melissa Naschenweng, die damit ihre zweite TV-Hauptrolle für den ORF spielt.
Welche Quoten hatte der erste Teil „Herzklang – Zurück zu mir"?
Der erste Teil erreichte bei Zuschauerinnen und Zuschauern ab 12 Jahren einen Marktanteil von 23 Prozent, im Schnitt 524.000 Seherinnen und Seher und in der Spitze 563.000.
Wo und bis wann wird die Fortsetzung gedreht?
Gedreht wird in Osttirol (Matrei und Umgebung), in Kärnten (Oberdrauburg und Umgebung) sowie in Wien; die Dreharbeiten laufen voraussichtlich bis Anfang August 2026.
Herzklang Gegenwind: Naschenweng-Dreh für ORF startet | nachrichten360