Die US-Rockband Foo Fighters hat am Freitagabend im Wiener Ernst-Happel-Stadion vor rund 55.000 Besucherinnen und Besuchern ein Konzert mit 28 Songs gespielt.
Stadion und Vorband
Die Show startete bereits um 20.00 Uhr – ein Umstand, der wohl auch damit zusammenhing, dass das Stadion bereits das siebente Österreich-Konzert der Band beherbergte. Als Vorgruppen heizten Fat Dog und die Idles bei sommerlichen 26 Grad den Fans ein.
Frontmann Dave Grohl eröffnete mit einer direkten Ansage an das Publikum: "Na ratet mal: Wir haben etwas Rock 'n' Roll für euch, Motherfuckers", wurde er schon zu "The Pretender" deutlich und hielt in Wien 28 Songs lang Wort.
Doch die brachialen Rocksongs verleiteten den 57-Jährigen zu häufigem Kreischen und Brüllen. Erst nach und nach zeigte das Sextett mehr Facetten seines Sounds, etwa mit dem nachdenklichen, auf wenigen Tönen basierenden Gitarren-Intro zu "The Pretender". Schon bald folgten "My Hero", "Learn to Fly" und "These Days" – Songs, bei denen die Band zeigte, wie gut sie druckvollen Rock mit einnehmenden Melodien verbinden kann.
Old School trifft auf 55.000
Schnörkelloser Old-School-Rock für Ladys & Gentlemen: "Wie viele von euch sind old school?", fragte Dave Grohl nach ein paar Songs. Sofort kreischten dem Frontmann 55.000 Kehlen ein beherztes "Ich" entgegen. "Jeder Einzelne von uns hat gesagt: Das ist die schönste Stadt der Welt!" – mit Lobhudeleien über Wien und der formellen Anrede "Ladys & Gentleman" führte Grohl durch den Abend.
