Die Österreicherin Julia Grabher hat am Donnerstag in der zweiten Runde der French Open in Paris gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova nach nur 25 Minuten Spielzeit aufgeben müssen.
Die 29-jährige Vorarlbergerin verlor den ersten Satz mit 0:6 und trat danach nicht mehr an. Ihr Trainer Günter Bresnik erklärte das frühe Aus mit einer Erkrankung seiner Spielerin.
Krankheit als entscheidender Faktor
„Julia hat seit Montag Fieber“, sagte Bresnik. Die körperliche Verfassung habe einen regulären Wettkampf gegen die Weltranglistensechste unmöglich gemacht.
Bereits vor der Partie war die Ausgangslage schwierig. „Grabher bräuchte gegen die US-Weltranglistensechste Amanda Anisimova ein kleines Wunder“, hieß es im Vorfeld.
Anisimova, die an Position sechs gesetzt war, zeigte von Beginn an ihre Klasse und ließ der geschwächten Österreicherin keine Chance. Nach 25 Minuten war das ungleiche Duell beendet.
Verpasste Chance auf Grand-Slam-Meilenstein
Für Grabher endet damit der Traum vom erstmaligen Einzug in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers. In der ersten Runde hatte sie noch Rebecca Sramkova aus der Slowakei besiegt.
Trotz der kurzen Partie und der Enttäuschung über das krankheitsbedingte Aus kann Grabher einen finanziellen Erfolg verbuchen. Für das Erreichen der zweiten Runde erhält sie 130.000 Euro Preisgeld.
Ausblick auf das Turnier
Die French Open sind eines der vier Grand-Slam-Turniere und werden in Paris auf Sand ausgetragen. Das Turnier ist heuer mit insgesamt 61.723.000 Euro dotiert.
Amanda Anisimova, die aus den Vereinigten Staaten stammt, war zum Zeitpunkt des Matches die Nummer sechs der Weltrangliste. Sie trifft in der nächsten Runde auf die Siegerin der Partie zwischen Anastasia Potapova und Katie Boulter.
Die an Nummer 28 gesetzte Potapova gilt in ihrem Match gegen die Britin Boulter als Favoritin. Beide Spiele sind für Donnerstag angesetzt.
Für Julia Grabher bleibt die Hoffnung, nach überstandener Krankheit bei kommenden Turnieren wieder an ihre Leistung aus der ersten Runde anzuknüpfen.
