Die Feneberg Lebensmittel GmbH, ein Partner des Edeka-Verbunds, hat am 9. Januar 2026 einen Antrag auf Schutzschirmverfahren gestellt, wie mehrere bestätigte Quellen berichten. Das Unternehmen mit 75 Filialen und rund 3.000 Mitarbeitern kämpft mit strukturellen Defiziten und den Folgen der Insolvenz der ehemaligen Tochtergesellschaft Allgäu Fresh Foods.

## Hintergrund der Krise Die Feneberg Lebensmittel GmbH steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Neben strukturellen Problemen im Filialnetz belasten die Folgen der Insolvenz der Tochtergesellschaft Allgäu Fresh Foods das Unternehmen. Zudem werden hohe Pensionsverpflichtungen in Höhe von fast 100 Millionen Euro als weiterer Krisengrund genannt.

Ein nachrangiger Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro aus früheren Restrukturierungsrunden verschärft die Situation. Die Geschäftsführung sieht sich gezwungen, das Schutzschirmverfahren zu beantragen, um eine geordnete Fortführung der Geschäfte zu ermöglichen.

## Schutzschirmverfahren und nächste Schritte Das Insolvenzverfahren wird von Jochen Sedlitz von der Kanzlei Grupp Brugger vertreten. Als Sachwalter wurde der Ulmer Anwalt Martin Hörmann bestellt. Beide arbeiten eng zusammen, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Ein neu eingesetzter Gläubigerausschuss wird über die weiteren Schritte entscheiden. Am 10. Juni 2026 ist eine Gläubigerversammlung in Kempten geplant, bei der die nächsten Maßnahmen besprochen werden sollen. Bis dahin läuft der Betrieb der 75 Filialen weiter, und die Gehälter der Mitarbeiter sind vorerst gesichert.

## Reaktionen und Ausblick Die Nachricht von der Insolvenz hat sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Kunden für Unruhe gesorgt. Die Geschäftsführung betont jedoch, dass alle Filialen vorerst geöffnet bleiben und der tägliche Betrieb nicht beeinträchtigt wird.

Der Gläubigerausschuss wird in den kommenden Wochen die finanzielle Lage des Unternehmens genau prüfen und mögliche Lösungen erarbeiten. Die Entscheidungen der Versammlung am 10. Juni werden entscheidend für die Zukunft von Feneberg sein. Bis dahin bleibt die Situation angespannt, aber die Hoffnung auf eine Rettung des traditionsreichen Unternehmens besteht weiterhin.