Christian Dürr, ehemaliger FDP-Vorsitzender, hat seine Kandidatur für den Parteivorsitz zurückgezogen. Er unterstützt stattdessen Wolfgang Kubicki als seinen Nachfolger. Dürr begründete seinen Schritt mit dem Ziel, einen innerparteilichen Konflikt zu vermeiden. Er betonte die Notwendigkeit einer starken FDP mit klaren Positionen zu Marktwirtschaft und Freiheit für Deutschland. Die Partei hatte zuletzt bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März Verluste hinnehmen müssen. Kubicki erhält damit Dürrs Rückendeckung für die anstehende Wahl zum FDP-Chef. Kritik an dieser Entscheidung kam jedoch von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie forderte, die Partei solle „nicht nur von alten Schlachtrössern“ geführt werden, sondern von einer neuen Generation. Hintergrund der Diskussion sind die jüngsten Wahlniederlagen der FDP, die eine Debatte über die künftige Ausrichtung der Partei ausgelöst haben. Dürr sieht in Kubicki den geeigneten Kandidaten, um die FDP zu einen und wieder an Stärke zu gewinnen.