Ein Jahr nach dem verheerenden Bergsturz haben sich rund 500 Menschen zu einer Gedenkfeier auf dem Schuttkegel versammelt, unter dem das alte Dorfzentrum von Blatten begraben liegt.
Ein Zelt ohne Wände – der Blick auf die Zerstörung
Die Gemeinde hatte mitten im Geröllfeld ein Festzelt ohne Außenwände aufgestellt. Der Blick auf den Schuttkegel und den dahinterliegenden See, der nach dem Bergsturz entstanden war und die intakten Häuser flutete, war allgegenwärtig.
Gemeindepräsident Matthias Bellwald beschrieb den Anblick seines zerstörten Dorfes als „fast apokalyptisch“. Es sei der Wunsch der Bevölkerung gewesen, diesen Tag gemeinsam an diesem Ort zu verbringen.
Viele Dorfbewohner waren mit ihren Familien über eine unbefestigte Notstraße am Berg zu Fuß nach Blatten gekommen. In den ersten Monaten nach der Katastrophe, bevor die Notstraße existierte, waren sie noch mit dem Helikopter über den Schuttkegel geflogen worden.
